Logitech lässt Revue auslaufen, CEO räumt Fehler ein

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Logitech -CEO Guerrino De Luca hat die Set-Top-Box Revue für Google TV als „Fehler gigantischen Ausmaßes“ bezeichnet. Auf einer Investorenveranstaltung sagte er, das sein Unternehmen „die Logitech-Revue-Saga zu einem Ende gebracht“ habe. Laut ZDNet wollen die Schweizer das Produkt in diesem Quartal auslaufen lassen, Pläne für einen Nachfolger gebe es nicht.

Seit August kostet die Set-Top-Box Logitech Revue mit Google TV nur noch ein Drittel (99 USD) seines Startpreises. (Bild: Logitech)

Der Suchmaschinenkonzern habe angenommen, das Fernsehen revolutionieren zu können, dabei sei Google TV zum Starttermin noch nicht einmal marktreif gewesen, so De Luca. Die TV-Erweiterung Revue habe Logitech „deutlich mehr als 100 Millionen Dollar“ gekostet, wird der CEO von The Verge zitiert. Der enorme Verlust hatte seinen Vorgänger Gerald P. Quindlen den Job gekostet. Der jetzige Logitech-Chef sieht durchaus eine Zukunft für Googles Konzept, allerdings erst für „ein Enkelkind von Google TV“.

Das Anfang August von Logitech veröffentlichte Ergebnis für das erste Quartal des Finanzjahrs 2012 (April bis Juni) wies einen operativen Verlust von 45 Millionen USD auf, der hauptsächlich auf den schleppenden Revue-Absatz zurückgeführt wird. Scheinbar verkaufte sich die Fernseh-Box nicht nur in zu geringen Stückzahlen, sondern wurde auch vielfach zurückgegeben.

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