Compal und CPT formen Touchpanel-Joint-Venture

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Compal Electronics und Chunghwa Picture Tubes (CPT) haben ein Joint Venture zur Herstellung von Touchpanel-Glas angekündigt. Insgesamt wollen die taiwanischen Unternehmen drei Millionen US-Dollar in das Vorhaben investieren, berichtet die Taiwan Economic News. Compal, einer der zwei größten Notebook-Hersteller weltweit, will etwa 570.000 US-Dollar beitragen, während Panelproduzent CPT samt seinen Tochtergesellschaften den restlichen Betrag finanzieren will.

Triebfeder Touchpanels: Selbst Notebookhersteller von Weltrang orientieren sich um. (Foto: S. Hofschläger/pixelio, Logos: CPT, Compal)

Während das Wo bereits geklärt ist – das Joint Venture soll den Betrieb an CPTs existierendem Produktionsstandort in Fuzhou, Südwestchina, aufnehmen – sind die Diskussionen über den Produktions-Zeitplan und den monatlichen Output noch im Gange. Angesichts des rapiden Anstiegs von Tablet-PCs sind institutionelle Anleger überzeugt, dass Compal dringend für gesicherten Touchpanel-Nachschub sorgen muss. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt im neuen Jahr zog der Hersteller einen Tablet-Großauftrag von Acer an Land, ergo ist man willens, den Einsatz auf diesem Gebiet zu erhöhen. Somit ist Compal die Entscheidung, in das Joint Venture zu investieren, leicht gefallen.

Laut Unternehmenssprecher Gary Lu ist das Gemeinschaftsunternehmen Bestandteil von Bestrebungen, die vertikale Integration seiner PC-Sparte zu stärken, also Wertschöpfungs- und Lieferketten zu optimieren. In Bezug auf Touchpanels heißt das: Eigenfertigung statt Fremdbezug. Diese Maßnahme soll der Firma außerdem helfen, die Produktionseffizienz zu erhöhen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Interessanterweise hatte Compal schon eine Farbfilter-Fabrik der Generation 4,5 von CPT erworben, noch ehe Informationen zum Joint Venture öffentlich gemacht wurden. Daran zeigt sich Compals Ambition, eine eigene Lieferkette für Touchpanels zu integrieren, um den Vorstoß ins Tablet-Segment zu erleichtern. Angesichts des jüngsten Apple-Beutezugs, der den Weltmarktanteil an verfügbaren Panels um 60 Prozent kürzte, eine sinnvolle Strategie.

Externes Wachstum macht außerdem schneller einsatzfähig: HengHao Technology, das hundertprozentige Tochterunternehmen zur Touchpanel-Herstellung, kann frühestens im vierten Quartal 2011 mit der Serienfertigung beginnen. Der geschätzte maximale Ausstoß soll bei 70.000 Touchpanels im Monat liegen.

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