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Dell verklagt asiatische Unternehmen aufgrund von Preisabsprachen

Dell Inc. , der drittgrößte Computerhersteller weltweit, hat fünf asiatische Panelhersteller verklagt. Der Konzern wirft ihnen illegale Preisabsprachen bei LCD-Displays vor, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Das Verfahren soll vor dem Bezirksgericht im kalifornischen San Francisco geführt werden.

Dells Firmenhauptsitz in Round Rock, Texas (Foto: Dell)

Die Klage richtet sich gegen die Unternehmen Sharp, Toshiba, Hitachi, HannStar und Seiko Epson, teilte ein Sprecher von Dell mit. Die Dell-Anwälte sind der Ansicht, dass ihrem Unternehmen durch künstlich hochgehaltene Preise ein Schaden entstanden ist, der nun ersetzt werden soll. Noch nicht konkret benannt wurde die Höhe der Forderungen, die Dell anwaltlich geltend machen will.

Darüber hinaus waren bis dato wenig Einzelheiten zu erfahren: Sharp und Hitachi sagten, dass sie sich über die Klageeinreichung bewusst sind, lehnten darüber hinaus jedoch jeden weiteren Kommentar ab. Toshiba und Seiko Epson gaben an, die Angelegenheit noch zu prüfen; vonseiten HannStars gab es noch gar keine Stellungnahme.

Es ist dies nicht das erste Verfahren wegen illegalen Preisabsprachen innerhalb der LCD-Industrie. 2009 wurden Sharp und Hitachi bereits wegen des gleichen Vergehens verurteilt. Auch die EU-Kommission nahm 2009 Ermittlungen auf, in deren Mittelpunkt AU Optronics und Chi Mei Optoelectronics standen.

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