Digitimes Research: China wird Ende 2011 drittgrößter Panelproduktionsstandort

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Einer Meldung des Branchendiensts Digitimes zufolge steht China kurz davor, Japan als Produktionsstandort für LCD-Panels zu übertrumpfen. Wie Tony Huang, Analytiker beim Marktforscher Displaysearch sagte, stellt sich das Land voraussichtlich im vierten Quartal 2011 auf Platz drei der weltgrößten Displayproduzenten.

Die inländischen Panelhersteller arbeiten aktiv daran, moderne Fertigungsstraßen zu errichten: BOE beispielsweise hat nach Angaben der Digitimes-Research-Sparte die Arbeiten an seiner 8,5G-Fabrik in Peking im August erfolgreich abgeschlossen. Der Produktionsstandort soll in Quartal vier 2011 in die Massenproduktion einsteigen. Dies werde zugleich Chinas Einstieg in die Panelfertigung nach 8,5G-Maßgabe, so der Experte.

China Star OptoELectronics Technology (CSOT), ein anderer bedeutender Hersteller, soll strukturelle Arbeiten an einem Werk der gleichen Generation im Januar 2011 beenden können. Der Schwerpunkt der Überlegungen, warum China eine Industrie beziehungsweise Technologie vorantreibt, ist es, volle Kontrolle über die Versorgungslage bei den entscheidenden Materialien zu haben, gab Huang an.

Bei der Produktion von Flachbildfernsehern ab einer Displaygröße von 32 Zoll muss sich das Land momentan noch überwiegend auf Importe verlassen. Und weil die Panels nun mal den größten Anteil an den Produktionskosten für einen LCD-TV haben, hat China Huang zufolge schon seit Längerem die Notwendigkeit eingesehen, die Panels selbst herzustellen. Als modern werden Fertigungsstraßen eingeordnet, wenn sie mindestens der Generation 6 angehören. Da 6G nur für die Herstellung von Panels mit Bilddiagonalen von 32 und 37 Zoll taugt, liegt der Fokus der chinesischen Bestrebungen darauf, Fabriken der Generation 7,5G oder höher einzurichten.

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