Displaysearch: 3D-TV erfüllt Absatzerwartung 2010 nicht; erst 2014 Mainstream

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Dank fallender Preise, ausgereifter Technik und wachsendem Inhaltsangebot kommen 3D-taugliche TVs langsam aber sicher bei den Konsumenten an. Die Rede ist von einem enormen Zuwachs in den nächsten Jahren: Ausgehend von 3,2 Millionen verkauften 3D-TVs, prognostiziert Displaysearch für 2014 mehr als 90 Millionen Geräte. Innerhalb von fünf Jahren würde die Kategorie prozentual von zwei Punkten auf 41 Prozent anwachsen.

Absatzprognose für 3D-TV, Stückzahlen jeweils in 1.000. (Quelle: Quarterly TV Design and Features Report, Displaysearch)

Die Konsumenten begegnen der Masse an neuen Produkten zurzeit noch vorsichtig, schätzt Paul Gray, Chef für TV-Marktforschung, die Situation ein. „Obwohl ihnen 3D-TV als die Zukunft verkauft wird, bleibt für die Kunden immer noch die Diskrepanz zwischen deutlich teureren Anschaffungen und verhältnismäßig wenig Content“, sagt er. Displaysearch-Kollege Paul Gagnon, Nordamerika-Chef, schließt sich ihm an: „Insbesondere Käufer in Nordamerika warten ab und sind angesichts der rapiden Preissenkungen, die die Hersteller versprechen, zufrieden damit.“

Im Quartalsbericht für TV-Bauweise und -funktionalität prognostizieren die Marktforscher daher, dass 2010 in der Region voraussichtlich kaum 1,6 Millionen Geräte verkauft werden. Der Blick nach Westeuropa hat einen mageren Absatz von 3D-Brillen offenbart: Das Verhältnis von Fernsehern zu den Sehhilfen beträgt in den meisten Ländern weniger als 1:1.

Gray, der eine 2:1-Verteilung gesünder findet, ist enttäuscht: „Damit ist klar, dass die Geräte bestenfalls unter dem Aspekt Zukunftssicherheit gekauft werden – schlimmstenfalls stellt es sich so dar, dass 3D-Fähigkeit beim Kauf eines Premiummodells in Kauf genommen wird, weil es kaum noch Geräte ohne 3D-Unterstützung gibt.“ Weil nahezu alle TV-Hersteller auf 3D setzen und daran arbeiten würden, die Gerätepreise zu senken, sei der Weg für Wachstum geebnet. Der Wert für Kunden sei jedoch zwingend daran gebunden, dass eine hohe Bandbreite qualitativ guter Inhalte verfügbar sei, schließt der Experte.

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