Displaysearch: Absatz von 3D-LCDs legt in Q1/2011 um 104 Prozent zu

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3D-fähige Fernseher haben sich seit dem vierten Quartal 2010 um 104 Prozent auf 1,9 Millionen vermehrt. Somit können 3,9 Prozent aller im ersten Quartal verkauften TV-Apparate 3D darstellen, heißt es von Displaysearch, unabhängig von der Beleuchtungsart. Für das Gesamtjahr hat sich die Panelbranche eine 3D-Quote von 12,3 Prozent vorgenommen, die im vierten Quartal mit 16,8 Prozent getoppt werden soll.

3D-Brillen sind heute nicht nur günstiger, sondern auch modischer und komfortabler zu tragen. (Foto: Samsung)

David Hsieh, Displaysearch-Vize für den Großraum China, kennt weitere Einzelheiten: In der Hoffnung, dass 3D für die Konsumenten eine erlebenswerte Erfahrung ist, wollen die Panelhersteller die Nachfrage auf dem 3D-TV-Markt ankurbeln. Für sie sei 3D auch aufgrund des Preisunterschieds attraktiv, weil er die durchschnittlichen Verkaufspreise erhöhe.

Laut Hsieh hat die Branche auch 2011 etliche Herausforderungen zu bewältigen: Unzureichendes Content-Angebot, Schwindel verursachendes Flimmern und das Auftreten von Crosstalk, unbequeme Sehhilfen – von der Unsicherheit, welche 3D-Technologie die beste ist, einmal ganz abgesehen. In Quartal eins wurden mehr als eine Million Active-Shutter-TVs verkauft, dicht gefolgt von etwa 880.000 Pattern-Retarder-Geräten.

Hoffend, dass 2011 das volle Potenzial von 3D-TV erkannt werden wird, fassen die Panelhersteller hohe Absatzziele ins Auge und beseitigen diverse Hindernisse: So wollen sie die durchschnittliche Preisdifferenz zu reinen 2D-Modellen weiter verkleinern, die bereits von 2010 auf 2011 von 50 auf 25 US-Dollar geschrumpft ist (Active-Shutter-Modell mit 240 Hertz).

Die aufgrund von Schwierigkeiten bei der Herstellung von Polarisationsschichten teureren Pattern-Retarder-TVs werden von einigen Herstellern mit CCFL-Beleuchtung angeboten. Hier tauschen die Produzenten den LED-Preisaufschlag gegen den 3D-Aufpreis. Dieser Ansatz war in China von Erfolg gekrönt.

Auf der Technikseite gehört der Pattern-Retarder-Ansatz, ebenso wie 240-Hertz-Frequenzen bei aktiven 3D-TVs, zum Qualitätsmanagement. Und weil die mit 2D-Inhalten verbrachte Zeitspanne größer sein wird als die für 3D-Content, achten die Hersteller verstärkt auf hohe Bildqualität im 2D-Bereich.

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