Displaysearch-Blog zur Monitor-Entwicklung: IPS vs. Stromversorgung

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Die Mindernachfrage im TV-Bereich zwingt die Panelbranche, andere Großformat-Domänen zu beleben, beispielsweise den Markt für PC-Monitore. Aktuell werden Bildschirme mit LED-Backlight veredelt oder erhalten 3D-Fähigkeit. Neuester Trend: die Implementierung von IPS-und LPS-Panels – die allerdings sind teurer als herkömmliche TN-Varianten. Chris Connery von Displaysearch zufolge besteht eine Möglichkeit, die wohl bessere Technologie zu promoten, darin sie billiger zu machen.

Sogenannte Low-Power-Displays benötigen maximal acht Watt, die sie über USB beziehen. (Foto: AOC)

Nachteil von IPS/LPS ist der höhere Stromverbrauch. Weil Desktop-Monitore aus der Steckdose gespeist werden, ist Energiehunger kein brennendes Thema. Zwar rückten ‚Grüne Initiativen‘ den teils unverständlich hohen Verbrauch in den Mittelpunkt, eine prognostizierte LED-Quote von bis zu 60 Prozent für 2011 nimmt der Diskussion jedoch gehörig Wind aus den Segeln. Nein, findet der Analytiker, Sparsamkeit ist kein Alleinstellungsmerkmal.

Ganz im Gegensatz zur Möglichkeit, eine Kabelverbindung wegfallen zu lassen. Aktuell kommen Monitore und All-in-One-PCs nicht ohne Videokabel, Netzkabel und LAN-Verbindung aus. Um eins dieser Kabel zu kappen, kann Strom entweder über USB 3.0 respektive via Displayport bezogen werden oder kommt übers Ethernet.

Auf der Computex-Messe in Taipeh stellte Asus einen USB-versorgten Monitor vor, der jedoch nur 200 cd/m2 erreichte (bei 6,5 Watt Stromverbrauch). AOC bringt in Kürze einen 250 nit hellen Acht-Watt-TFT heraus . Derartige Low-Power-Displays finden sich auf den Roadmaps vieler LCD-Monitor-Hersteller. Doch die Pläne beziehen sich meist auf zu dunkle TN-Panels taiwanischer oder chinesischer Hersteller, die kaum Zugang zu IPS/PLS haben.

Connery kommt zu dem Schluss, dass die Fokussierung auf diese Technologien die Weiterentwicklung in andere Richtungen behindert. Als Beispiel führt er ‚Power over Ethernet‘-Technik an, die für die Entwicklung von Cloud-Monitoren für Endkunden nötig sein wird.

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