Displaysearch: Deutsches Interesse an 3D-TV schwach

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Nach einer Studie des Marktforschungs- und Consultingunternehmens DisplaySearch zeigen die Deutschen äußerst wenig Interesse an 3D: Von 1.000 Befragten gaben lediglich 0,005 Prozent an, dass das Tiefenoptik-Feature beim Neukauf eine Rolle spiele. Interessant ist der starke Widerspruch zu einer 2010 von der BITKOM durchgeführten Befragung .

Kriterien zur Kaufentscheidung deutscher Verbraucher. (Grafik: DisplaySearch)

Die Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten „DisplaySearch Global TV Replacement Study“ deuten darauf hin, dass deutsche Verbraucher trotz rekordverdächtiger Steigerungsraten beim Flachbildschirmabsatz kaum an neuen Technologien wie 3D- oder Internet-TV interessiert sind. Gleichwohl die TV-Neukäufe 2010 mit 24,4 Prozent im Rekordtempo wuchsen, sind diese neuen Funktionen offenbar keine Treiber für die Ersetzung.

Weniger als ein Prozent der befragten deutschen Verbraucher nannte 3D-Fähigkeit als Argument für einen Fernseh-Neukauf und nur für ein Prozent spielte die Internetfähigkeit des TVs eine Rolle. Keine Überraschung: Internationale Spitzenreiter in beiden Kategorien sind asiatische Konsumenten: Für sechs Prozent der indonesischen Käufer neuer Fernseher war 3D Anschaffungsgrund Nummer eins. Fünf Prozent der in Städten lebende chinesischen Befragten gaben Internetfähigkeit des neuen Modells als wichtiges Kaufkriterium an.

„Sicherlich ist es wichtig zu wissen wie oft Verbraucher ihre Fernseher ersetzen, allerdings ist es mindestens ebenso wichtig zu wissen warum sie dies tun“, so Paul Gray, Leiter DisplaySearch-TV-Marktforschungssparte für Europa. Einige der Erkenntnisse aus der Studie würden zeigen, dass neue Features bisher noch weniger starke Triebfedern seien um TV-Käufe zu beschleunigen als die Gröβe der Displays oder der Wunsch generell einen Flachbildschirm zu erwerben.

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