DisplaySearch: IT-Panelpreise stabil, TV-Panel fallen weiter

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Displaysearch zufolge lässt der Preisdruck bei PC-und Notebookmonitoren endlich nach: Auch in der zweiten Oktoberhälfte sind die Panelpreise stabil geblieben. Die Ursache dafür liegt bei den LCD-Herstellern, deren Priorität nicht auf Ausweitung von Marktanteilen liegt, sondern auf ihrer Finanzsituation. Die Lagerbestände von Notebookpanels befinden sich bei den Systemhäusern wieder auf gesundem Niveau, während die Preise für TV-Panels nur noch langsam fallen. Das berichtet die Digitimes unter Berufung auf aktuelle Zahlen zur Preisgestaltung vom Marktforschungsunternehmen Displaysearch.

Neben Breitbild-Panels mit 18,5, 19 und 20 Zoll bevorraten sich einige Panelhersteller auch mit 17-Zoll-Standardpanels. (Foto: LG)

Um die Nachfrage während der restlichen Zeit des Jahres nicht zu gefährden, korrigieren die Panelhersteller ihren Produktionsausstoß, anstatt Displays für weniger als den Aufwand an betrieblichen Kosten zu verkaufen. Da preislich kaum noch Spielraum nach unten besteht, haben einige Hersteller vor, sich einen Sicherheitspuffer an Panels für die Produktion von Monitoren bis 20 Zoll zu schaffen.

Bestimmte, aus strategischen Gründen verbilligt angebotene Panels werden sich moderat im Preis erhöhen, aber die Mehrzahl soll auf jetzigem Niveau bleiben, um die Nachfrage nicht zu bremsen. Verglichen mit der ersten Jahreshälfte liegen die Auslastungsraten der Panelhersteller auf niedrigem Level, eine Tendenz, die sich 2010 fortsetzen soll. Nachdem die Panelpreise sich im Oktober stabilisiert haben, ist aufgrund der gedrosselten Produktion bald mit einer Verteuerung zu rechnen.

LCD-Fernseher standen im Oktober noch unter Preisdruck, allerdings weniger stark als zuvor. Eine Ausnahme bildeten LED-Modelle, die aufgrund zu voller Lager günstiger angeboten werden müssen, um die Nachfrage nicht zu verringern. Berichten zufolge hat sich die Lagerlaufzeit im TV-Bereich wieder normalisiert, nicht zuletzt wegen des guten Absatzes zum chinesischen Nationalfeiertag Anfang Oktober. Während die Verkaufszahlen in China den Erwartungen der Markenanbieter weitgehend entsprochen haben sollen, war die Nachfrage in wichtigen Märkten wie Nordamerika nach wie vor gering.

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