Displaysearch: Touchpanel-Absatz erreicht 60 Millionen

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Die Absatzzahlen von Touchscreens für Tablet-PCs erreichen 2011 die 60-Millionen-Marke. Das ist das Ergebnis einer Hochrechnung auf Basis einer Marktanalyse des ersten Quartals 2011, durchgeführt von Displaysearch. 2011 und – sofern andere Anbieter nicht aufholen – auch 2012 wird Apple der größte Abnehmer für Touchpanels sein. Bis ins Jahr 2016 soll das Display-Segment auf 260 Millionen anwachsen, das sind 333 Prozent Zuwachs seit 2011.

Absatzprognose von Touchscreens für Tablet-PCs [in Millionen]. (Grafik: Displaysearch)

„Von allen Anwendungsgebieten für Touchpanels sind Tablet-PCs dasjenige mit dem schnellsten Zuwachs“, sagte Jennifer Colegrove, Vizechefin für neue Display-Technologien bei Displaysearch. Auf der CES 2011 hatten nicht weniger als 20 Hersteller ihre iPad-Klone vorgestellt. Apples Beispiel folgend, setzen die meisten Tablet-Produkte auf kapazitive Multi-Touch-Technik. Weil sie preisgünstiger sei und Handschrifterkennung erlaube, bestehe auch die resistive Variante in einer kleinen Anzahl von Geräten weiter. Manche Tablets nutzten Digitalisier-Stiften für die Handschrifterkennung und zum Zeichnen.

Abhängig von Display-Technologie und Kundenbedürfnissen entwickelt sich die Touchscreen-Lieferkette von Region zu Region verschieden. Die Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette machen taiwanische Anbieter Produktionskapazität für Touchpanels frei. Sie wollen ihren Erfolg im Handy-Segment bei den Tablets wiederholen. Nordamerikanische Unternehmen haben neue Kontroller-Schaltkreise für kapazitive Touchscreens angekündigt, und Anbieter aus Japan sehen sich aufgrund der erstarkten Währung mit Wachstumsproblemen konfrontiert.

Basierend auf Know-how sowie Stärken und Schwächen im Herstellungsprozess, sind derzeit mehr als zehn verschiedene Strukturen für projizierte kapazitive Displays bekannt. Colegrove zufolge werden die Hersteller am erfolgreichsten abschneiden, die mit einfacheren Strukturen, weniger Materialien und Prozessen auskommen und dabei die Leistung auf hohem Niveau halten.

AUO beispielsweise kommt bei On-Cell-Touch in Displays mit kleinen Diagonalen auf eine Ausbeute von 80 Prozent und beliefert Hersteller von Digitalkameras, Navigationsgeräten und Handys. HP stellte unlängst einen All-in-one-PC vor, dessen Display um 60 Grad verstellbar ist, ein Novum, für das Apple meldete 2010 eine vergleichbare Lösung zum Patent anmeldete.

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