Displaysearch: TV-Absatz von zunehmender Nachfrage der Schwellenländer bestimmt

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Displaysearch musste seine Weltmarkt-Prognose für Fernseher um drei Prozent auf 252 Millionen Geräte senken. Der US-TV-Markt, der sich 2010 um vier Prozent vergrößerte, legt 2011 nur zwei Prozent zu, für Westeuropa prognostizieren die Experten gar ein Minus von 1,5 Prozent. Die Wachstumsexplosion, die Japan allein im vergangenen Jahr einen Absatz von zehn Millionen Geräten brachte, kann ebenfalls nicht wiederholt werden: Weil staatliche Förderprogramme auslaufen und die Umstellung aufs digitale Fernsehen abgeschlossen ist, rechnen die Marktforscher mit einem Absatzeinbruch von 40 Prozent.

Prognose über Stückzahlen und Marktanteil aller TV-Technologien. (Grafik: Displaysearch)

Erreicht China bis Jahresende die prognostizierte 46-Millionen-Marke, so verdrängt das Land Nordamerika und Westeuropa als größte Märkte vom ersten Platz im globalen Ranking. Das stärkste Wachstum findet in China, dem asiatisch-pazifischen Raum, Lateinamerika, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Afrika statt – hier geht Displaysearch im Durchschnitt von 17 Prozent jährlicher Wachstumsrate aus.

Mit einem aktuellen Anteil von 84 Prozent am Weltmarkt setzen LCD-TVs ihren Siegeszug fort. Die Stückzahlen in dieser Kategorie sollen sich in diesem Jahr von 192 (2010) auf 210 Millionen erhöhen. Technologien wie LED-Backlight und 3D-Funktion ist es zu verdanken, dass sich die LCD-Preise stabilisiert haben. 2011 erreichen Fernseher mit LED-BLUs 46 Prozent Marktdurchdringung, während 3D-TVs auf acht Prozent kommen. Damit dürfte Ende des Jahres weltweit mit 20 Millionen 3D-fähigen Geräten zu rechnen sein; bis 2015, wenn 84 Prozent aller Modelle mit Diagonalen ab 40 Zoll das 3D-Feature besitzen, soll sich diese Zahl verfünffachen.

Ungeachtet der Impulse durch 3D soll sich der Marktanteil von Plasmageräten weiter verringern. Die Rede ist von einem Rückgang von sieben (2011) auf fünf Prozent im Jahr 2015. OLED-Modelle, in der zweiten Jahreshälfte 2012 die neue LCD-Konkurrenz im 40-Plus-Segment, könnten dann einen Marktanteil von zwei Prozent schaffen.

In Industrieländern, wo CRT-Fernseher flächendeckend durch Flachbild-Modelle ersetzt wurden, spielt die Technologie keine Rolle mehr – ganz anders in den Schwellenländern: In China, Lateinamerika und Indien rechnet man bei den Röhrengeräten bis 2015 mit einer jährlichen Wachstumsrate von sechs Prozent.

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