Ein neues Smartphone soll Motorola zurück in die erste Reihe holen

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Motorola hat die Arbeiten an einem neuen Spitzenmodell bestätigt. Das im Netz unter dem Namen „X Phone“ kursierende Modell wird noch in diesem Sommer als Moto X in den Handel kommen. Laut CEO Dennis Woodside wird das neue High End Smartphone komplett in den USA, genauer gesagt einer ehemaligen Nokia Fabrik in Texas produziert.

Motorola arbeitet an einem neuen Smartphone: Moto X

Die Verlagerung der Produktion in die USA bringt Motorola eigenen Aussagen zufolge diverse Vorteile: So kann der Hersteller unmittelbar auf Kundenwünsche und Trends reagieren, und auch kurzfristig notwendige Änderungen am Design lassen sich schneller umsetzen. Zudem könne man eine schlankere Zuliefererkette aufbauen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Motorola betont jedoch auch, dass man weiterhin einzelne Modelle in China und Brasilien vom Partner Flextronics bauen lassen werde. Eine vollständige Verlagerung der Motorola-Produktion in die USA ist also nicht angedacht.

Das neue High End Smartphone soll mit langer Akkulaufzeit und intelligenten Sensoren die Konkurrenz in den Schatten stellen „Es weiß zum Beispiel, ob es gerade in der Tasche steckt oder herausgeholt wird und verhält sich entsprechend“, erläuterte Woodside. Auch im Auto passe das Moto X seine Funktionen an die Geschwindigkeit an, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Neben den intelligenten Sensoren wird das Smartphone mit einem OLED-Display ausgestattet sein. Woodside verriet zudem, dass Motorola sich in den Punkten Akkulaufzeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz absetzen wolle. Um die Akkulaufzeit zu verbessern, haben die Motorola-Ingenieure Woodside zufolge eine neuartige Systemarchitektur mit zwei Prozessoren entworfen. Mit weiteren Details dazu hielt sich Woodside jedoch zurück.

Google hatte Motorola Mobility für 12,5 Milliarden Dollar gekauft. Erklärtes Ziel war es, das Patentarsenal hinter dem Google-Betriebssystem Android zu stärken, gegen das Rivalen oft Klagen anstrengen. Die Integration ging mit einem großen Stellenabbau von 20.000 auf rund 4000 Mitarbeiter einher.

Zugleich will der Internet-Konzern Motorola zum Hersteller von Oberklasse-Smartphones aufbauen. Motorola hatte mit dem Erfolg von Apple und Samsung die einst starke Position im Handy-Markt verloren und die Marktanteile liegen jetzt im einstelligen Prozent-Bereich.

Während Elektronik seit Jahren fast ausschließlich in Asien hergestellt wird, bemühen sich US-Unternehmen seit einiger Zeit, zumindest kleine Teile der Produktion wieder im Heimatland anzusiedeln. Auch Apple kündigte jüngst an, ein neues Modell seiner Mac-Computer werde ebenfalls in Texas gebaut werden – in einem Werk seines taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn.

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