EMEA: Monitorabsatz sinkt auch in Q2/11

0
15

Der EMEA-Monitormarkt (Europa, Naher Osten und Afrika) ist in Quartal zwei 2011 um 6,5 Prozent eingebrochen. Basis für diesen Vergleich ist das zweite Quartal des Vorjahres. Laut dem britischen Marktforschungsinstitut Meko ist das der vierte Rückgang in Folge.

Kein Frühlingserwachen: Monitoranbieter mit Fokus auf den Consumer-Bereich hatten in Quartal zwei das Nachsehen. (Bild: LG)

Dank guter Verkäufe im gewerblichen Bereich sind die Ergebnisse nicht so schlecht wie von manchen Experten erwartet. Umgekehrt müssen Marken mit starker Abhängigkeit vom Consumer-Bereich mit einer deutlich Verschlechterung zurechtkommen.

Azhar Mohd-Hashim, Meko-Analytiker für Desktop-Monitore, begründet: „Angesichts der steigenden Inflationsrate, ungenügend ausgeglichen durch entsprechende Lohnerhöhungen, scheuen die Endverbraucher Ausgaben.“ Von einer schnellen oder gar dauerhaften Nachfrageerholung sei daher nicht auszugehen.

Weil der kommerzielle Sektor nicht stark genug sei, um diese Lücke zu kompensieren, werde der EMEA-Monitormarkt im Gesamtjahr 2011 voraussichtlich um sechs Prozent schrumpfen. Selbst Verbraucher aus Deutschland und Frankreich scheuen den Kauf neuer Geräte – obgleich sich die Wirtschaftsaussichten in diesen Ländern in den letzten Monaten verbessert haben.

Angesichts dieser Entwicklung schafften es der Nahe Osten und Afrika in Quartal zwei, größter Markt zu werden. Entspannt sich die Lage in der Phase des Wiederaufbaus, sieht Meko beträchtliches Wachstumspotenzial, wie Ägyptens Monitorabsatz zeigt. Dort hat sich der Markt seit Quartal zwei 2010 verdoppelt.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen