Ende des Formatkriegs: Toshiba begräbt HD-DVD

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Mit der Entscheidung Toshibas , „zukünftig auf die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von HD DVD-Playern und -Rekordern zu verzichten“ scheint das Konkurrenz-Format Blu-ray endgültig als Sieger aus dem seit langem tobenden Formatkrieg festzustehen.

Wer zukünftig Filme in High-Definition auf seinem FullHD- oder HD-Ready-Fernseher anschauen will, sollte somit auf das Blu-ray-Format von Sony setzen, das zum Beispiel von der Playstation 3 unterstützt wird.

Als Gründe für die Einstellung von HD-DVD führt Toshiba in einer aktuellen Pressemeldung die jüngsten Marktentwicklungen an: Zuletzt hatten Warner und einige Supermarktketten in den USA der HD-DVD den Rücken gekehrt.

“Wir haben die langfristigen Auswirkungen einer Weiterführung des so genannten ‚HD-Formatkriegs‘ sorgfältig bewertet und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine schnelle Entscheidung der Marktentwicklung am besten weiter hilft,“ sagte Atsutoshi Nishida, Präsident und CEO der Toshiba Corporation. „Wir bedauern das für das Unternehmen und – was viel wichtiger ist – für die Konsumenten.[…]“

Auslieferung wird bis Ende März eingestellt, Support bleibt bestehen

Den vollständigen Produktsupport und Endkunden-Service für Besitzer von Toshiba HD-DVD-Produkten will Toshiba aufrechterhalten. Allerdings wird Toshiba ab sofort damit beginnen, die Auslieferungen von HD-DVD-Playern und -Rekordern an den Handel zu reduzieren.

Bis Ende März 2008 soll die Produktion und Auslieferung komplett eingestellt werden. Auf Toshibas Engagement für den Standard DVD-Bereich habe der Rückzug aus der HD-DVD-Entwicklung keine Auswirkungen, teilte das Unternehmen weiter mit.

Toshiba beabsichtigt ebenso, die gemeinschaftlichen Verbindungen zu den HD-DVD-unterstützenden Unternehmen aufrecht zu erhalten. Dazu gehören unter anderen Universal Studios, Paramount Pictures und DreamWorks Animation.

Bereits gestern (18.2.) wurden in Japan Gerüchte über den bevorstehenden Rückzug Toshibas aus dem HD-DVD-Geschäft bekannt, die das Unternehmen jedoch zunächst dementierte.

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