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Epistar weitet LED-Produktion auf China aus

Epistar , Hersteller von LED-Siliziumscheiben und Mikrochips aus Taiwan, formt mit zwei ebenfalls in Taiwan ansässigen Firmen eine Allianz, um auf dem chinesischen Festland in den LED-Markt einzusteigen. Das berichtet die Semiconductor Today auf ihrer Website

Mit im Boot sitzen LED-Gehäusespezialist Lite-On Technology und Siliziumscheibengießer United Microelectronics Corp. (UMC). UMC hält 15 Prozent der Epistar-Aktien. Die beiden Unternehmen wollen mithilfe eines Haushaltsgeräteherstellers auf dem Festland eine LED-Produktionsfabrik in Changzhou in der Provinz Jiangsu errichten, die 120 Millionen Dollar kosten wird. Epistar will etwa 60 bis 70 Millionen US-Dollar investieren und die Aktienmehrheit erwerben.

Künftig sollen dann Epiwafer und Mikrochips von Epistar produziert und von Lite-On ummantelt werden, um sie dann an LED-TV-Hersteller in China zu verkaufen. Schon vor einiger Zeit hat Lite-On LED-Chips von Epistar gekauft, die allerdings noch für Mobiltelefone benötigt wurden, sagte ein Sprecher von Epistar.

In der Zwischenzeit haben Epistar und UMC vor, ein Gemeinschaftsunternehmen für LED-Epiwafer in der chinesischen Provinz Shandong zu etablieren. Während Epistar produzieren soll, will UMC sich auf Forschung und Entwicklung konzentrieren. Das vor Ort benötigte Team wird von Epistar gestellt.

In dieser frühen Phase steht dem Gemeinschaftsprojekt bereits ein Kapitalstock von 16 Millionen Dollar zur Verfügung. Eine Hälfte kommt von Epistar; das Unternehmen ist aufgrund einer Aktienplatzierung im vergangenen Jahr liquide. Seitdem hat Epistar in die LED-Chiphersteller Tekcore und NPI (Nan Ya Photonics Inc.) investiert. NPI ist eine Tochtergesellschaft der Formosa Plastics Group (FPG), die sich auf besonders leuchtstarke LED-Wafer und -chips spezialisiert hat. Finanzielle Unterstützung kommt darüber hinaus von UMC und FPG.

Das Vorhaben auf dem Festland ist deshalb so attraktiv für die LED-Hersteller, weil die chinesische Regierung sich fürs Energiesparen und Reduzieren von Emissionen starkmacht. Dadurch wird der Austausch von herkömmlichen Beleuchtungselementen durch LED-Lampen beschleunigt. Epistar hat es konkret auf potenzielle Kunden im LED-Backlight-Bereich abgesehen.

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