JVC: Aus für deutsche Fernseh-Sparte

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Ende Juni will der japanische Elektronikhersteller JVC den Vertrieb von LCD-Fernsehern in Deutschland einstellen. Alle Garantie- und Serviceleistungen sollen im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen unverändert weitergeführt werden, teilte JVC Deutschland in einer Pressemitteilung mit.

In Deutschland wohl nicht mehr zu haben – JVCs GD-463D10 (Foto: JVC).

Diese Maßnahme ist Teil einer weltweiten Neuausrichtung hinsichtlich der Produkt- und Vermarktungsstrategie mit dem Ziel, die Profitabilität zu steigern. Im Rahmen dieser Neuorientierung will sich JVC künftig stärker auf die Kernbereiche Camcorder, Mobile Entertainment, Home Audio, Projektoren, Kopfhörer und Zubehör konzentrieren. Klare Zielsetzung sei es, die Marktanteile in diesen Bereichen weiter auszubauen. Basis hierfür soll neben einem neuen, attraktiven Produkt-Line-up für 2010 eine deutliche Ausrichtung zum Fachhandel sein.

In den vergangenen Monaten war es für viele TV-Hersteller durch sinkende Gerätepreise immer schwieriger geworden, mit kleineren Fernsehern überhaupt noch Geld zu verdienen. Profitabel ist nur das Geschäft mit TVs mit größeren Bildschirmdiagonalen. Vor JVC hatte schon Pioneer sein Engagement im Flachbildfernseher-Bereich zurückgezogen.

Abzuwarten bleibt, ob noch weitere Hersteller im Wettstreit bei den LCD- und Plasma-Fernsehern den Kürzeren ziehen. Die Preisspirale rast unaufhaltsam voran, und die Platzhirsche Samsung und Sony befeuern diese Entwicklung mit immer günstigeren Preisen bei ihren Neuerscheinungen.

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