Ergonomie-Studie: Über 80 Prozent der Deutschen, die am PC arbeiten, leiden unter arbeitsbedingten Schmerzen

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MMD Monitors & Displays, die Vertriebs- und Marketingorganisation für Philips Monitore weltweit, hat beim Marktforschungsinstitut YouGov eine Studie in Auftrag gegeben, die die Ergonomie von Arbeitsumgebungen in deutschen Unternehmen und dem öffentlichen Dienst sowie die gesundheitlichen Folgen untersucht hat. Mangelnde Fürsorge für das gesundheitliche Wohlbefinden der Angestellten, fehlende Kommunikation, welche Bedürfnisse die Nutzer hinsichtlich ihrer IT-Umgebung haben, sowie eine resignierte Grundeinstellung der Angestellten – das sind einige der Hauptschlüsse, die man aus der Studie ziehen kann.

Über 80 Prozent der Deutschen, die am PC arbeiten, leiden unter arbeitsbedingten Schmerzen (Bild: MMD)

Die Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass unter den Befragten einer von sieben täglich 9 bis 12 Stunden und mehr vor dem Computer sitzt. 81 Prozent nach dem Arbeitstag Erfahrungen mit Schmerzen oder körperlichem Unwohlsein gemacht haben. 48 Prozent unter Augenmüdigkeit und 43 Prozent unter Nackenbeschwerden leiden. 40 Prozent keinen höhenverstellbaren Bildschirm besitzen. 66 Prozent nicht an ihrem Arbeitsplatz eingewiesen wurden, wie Tisch, Computer und Monitor ergonomisch eingestellt werden. Nur 8 Prozent der Befragten mit ihrem Arbeitgeber über die Beschwerden gesprochen haben.

Unternehmen sind häufig spendabel, wenn es um Vergünstigungen für ihre Angestellten in Fitness-Studios geht oder Massagen angeboten werden. Die Ergonomie des Arbeitsplatzes hingegen wird stiefmütterlich behandelt. „Dass immer noch 40 Prozent der Arbeitnehmer keinen höhenverstellbaren Bildschirm besitzen, aber fast jeder Zweite (48 Prozent) unter Augenmüdigkeit und jeder Dritte (43 Prozent) unter Nackenbeschwerden leidet, ist alarmierend – und leicht vermeidbar“, so Lutz Hardge, Country Manager MMD. „Es gibt heutzutage höhenverstellbare, schwenk- und neigbare Bildschirme, mittels derer man den richtigen Blickwinkel des Nutzers und die korrekte Platzierung des Bildschirms individuell einstellen kann“, so Hardge weiter.

Besonders bei Menschen, die neun oder mehr Stunden pro Tag vor dem Computer sitzen, führen die aufgeführten Beschwerden zu einem gravierenden Produktivitätsverlust. Rückenbeschwerden sind in Deutschland einer der Hauptgründe für Krankschreibungen – 5,4 Prozent der Fehltage gehen auf Rückenschmerzen zurück, wobei Bandscheibenschäden nicht mit inbegriffen sind.

Nur acht Prozent derjenigen mit Beschwerden an Augen und Nacken haben mit ihrem Arbeitgeber darüber gesprochen und eine Änderung der Situation eingefordert. Auch geht ein Großteil der Menschen mit den genannten Beschwerden nicht zum Arzt, insbesondere die Deutschen suchen diesbezüglich im Vergleich zu anderen befragten Ländern in der Studie am wenigsten ärztliche Hilfe auf (37 Prozent). Ein Drittel der befragten Deutschen würde gern mehr Einfluss auf die Auswahl ihrer IT am Arbeitsplatz haben, wobei 39 Prozent dabei auf ergonomische Gesichtspunkte Wert legen würden. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines neuen Monitors sind in Deutschland zuerst Ergonomie, gefolgt von technischen Features und als letztes das Design.

Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Dafür wurden im Januar 2013 CAWI Interviews mit 1.038 Deutschen im Alter von 18 bis 64 Jahren durchgeführt, die mehr als eine Stunde pro Tag mit Computerarbeit verbringen.

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