Fallende Preise setzen Panelhersteller unter Druck

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Verhaltene Endkundennachfrage lässt auch in der zweiten Hälfte des Monats die Panelpreise fallen, berichtet die Digitimes. Das belastet die Bilanzen der Panelhersteller so sehr, dass AU Optronics (AUO) und Chimei Innolux (CMI) Septemberverluste von mehr als zehn Milliarden NT-Dollar (rund 245 Millionen Euro) befürchten. Und so nachhaltig, dass die Unternehmen selbst nicht mehr an Gewinne glauben, zumindest nicht in Quartal vier.

Abendämmerung statt Morgenröte: Gewinnmäßig steht die Panelbranche vor einer düsteren Zukunft. (Bild: CMI)

Im Vergleich zu den ersten beiden Septemberwochen sind TV-Panel ein bis drei Prozent billiger geworden; IT-Panel haben um zwei bis drei Prozent nachgelassen. Da das Absatzvolumen von Monitor-Displays im September voraussichtlich seinen Spitzenwert erreicht, gehen Brancheninsider davon aus, dass die Preiserosion der meisten Panelformate auch im vierten Quartal anhält.

Um ihre Bildschirme nicht zum Herstellungspreis verschleudern zu müssen, haben einige Panel-Lieferanten bereits die Produktionsbremse gezogen. Aus dem gleichen Grund könnten die Auslastungsraten der Branchengrößen noch diesen Monat auf bis zu 50 Prozent fallen.

Preiserosion, schlechte Nachfrage, Zinskrise – weil die Branche auch für 2012 keine wirtschaftliche Besserung erkennt, hält die Mehrzahl der LCD-Monitorhersteller ihre Bestellungen bei den OEM-Lieferanten zurück. Ungeachtet des jährlichen Bedarfs von 170 Millionen LCD-Monitoren gibt es auch deshalb noch keine neuen Orders, weil Arbeitskräftemangel in China und schwankende Wechselkurse weiter für Unsicherheit sorgen.

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