Fernsehen 2 go – Serien auch unterwegs genießen
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1000 Wege zum Überall-Fernsehen

Selbst wer zu Fuß oder mit Bus und Bahn unterwegs ist, muss nicht aufs Fernsehen verzichten. Inzwischen gibt es eine Menge Geräte in unterschiedlicher Größe, die über einen Akku mit Strom versorgt werden und per eingebauten DVB-T-Tuner beinahe überall den TV-Empfang ermöglichen.

Diese Handgeräte sind zwar mit Diagonalen zwischen 5 cm und 20 cm vergleichsweise klein, dafür aber meist auch günstig zu haben.

Bei den mobilen Empfängern ist es ratsam, auf eine ausreichende Akkuleistung zu achten, mindestens vier Stunden Laufzeit sind Pflicht. Beim Display sollte auf eine besonders gute Entspiegelung geachtet werden, damit das Bild auch bei starker Sonneneinstrahlung erkennbar bleibt.

Kleiner mobiler TV Technisat TeleMobil 7 CX
Technisat TeleMobil 7 CX (Bild: Amazon)

Ein tragbares TV-Gerät ist beispielsweise der Technisat TeleMobil 7 CX für ca. 150,00 Euro. Neben einem 7 Zoll 16:9-Display bietet der Minifernseher zusätzlich die Möglichkeit, als externer DVB-T-Empfänger, z.B. für ein größeres Gerät, verwendet zu werden. Mit seinem Preis gehört er bereits zu den teureren Geräten, Einsteigermodelle gibt es schon ab 90,00 Euro.

Für Besitzer von Notebooks gibt es besonders günstige Möglichkeiten, unterwegs TV-Sendungen zu empfangen. Ein DVB-T-Empfänger in USB-Stick-Form kostet unter 30,00 Euro.

Bei den günstigen Geräten ist die Empfangsleistung allerdings meist nicht optimal. Gute Leistungen liefern PCI-Steckkarten der Hersteller Terratec und Hauppauge, die mit 60,00 – 70,00 Euro entsprechend teurer sind. Vorteil eines Notebooks mit DVB-T-Empfänger ist der in der Regel bereits vorhandene DVD-Player.

DVB-T-Empfänger für den USB-Port
Neben integrierten DVB-T-Empfängern gibt es günstige USB-Lösungen für Besitzer von Notebooks (Bild: Amazon)

Eine weitere Möglichkeit für TV-Puristen ist der Empfang per Handy. Der speziell für Mobiltelefone bzw. PDAs vorgesehene Standard DVB-H ist noch recht neu und nicht besonders verbreitet. Außerdem ist der TV-Empfang über den Netzbetreiber in der Regel nicht kostenlos.

Seit Mai 2008 bietet LG mit dem TV-Handy HB620-T eine echte Alternative zum kostenpflichtigen DVB-H an: Das Gerät hat eine integrierte DVB-T-Antenne und ermöglicht den mobilen kostenlosen TV-Empfang in allen DVB-T-Senderegionen. Das HB620-T ist ohne Mobilfunkvertrag für rund 400,00 Euro zu haben und mit Vertrag ab 1,00 Euro erhältlich.

Leider hält der Akku im TV-Betrieb maximal zwei Stunden und das auch nur bei deaktivierter Mobilfunkfunktion. Somit eignet sich das TV-Handy eher für die Nachrichten, denn für das Schauen eines Fußball-Länderspiels in voller Länge wie im LG-Werbespot zu sehen.

Mobiles Fernsehen noch ausbaufähig

Egal für welche Version des mobilen TV-Empfangs man sich letztendlich entscheidet, eine bessere Qualität als die festinstallierte Variante erreichen nur die wenigsten Geräte und diese sind in der Regel auch entsprechend teuer.

Handy mit integriertem DVB-T von LG
Mit dem TV-Handy LG HB620-T kann via integriertem DVB-T kostenlos unterwegs ferngesehen werden. (Bild: LG)

Das beste Bild wird mit einem DVB-S-System (Satellit) erreicht, das allerdings aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität nur fürs Camping-Segment ernsthaft in Frage kommt. Hier stehen die Sender weltweit in einer hervorragenden Empfangsqualität zur Verfügung.

DVB-T-Empfang ist inzwischen in vielen Ballungsräumen innerhalb Deutschlands vorhanden und zudem kostenlos. Kleinere Antennen führen in der Regel auch zu schlechteren Empfangsverhältnissen und die Anzahl der empfangbaren Programme ist auf etwas mehr als 20 beschränkt.

Der DVB-H-Standard ist noch komplett neu und bisher nur in wenigen ausgewählten Testbereichen in Deutschland und in Europa verfügbar. Ob er sich gegenüber DVB-T durchsetzen wird, ist fraglich, da die Zahlungsbereitschaft angesichts der kostenlosen Konkurrenz und erster DVB-T-Geräte wie dem LG HB620-T eher gering ist.

Wer auf mobilen Fernsehempfang nicht verzichten möchte, hat auf dem Markt bereits eine ausreichende Anzahl an Möglichkeiten zur Wahl. Mobiles Fernsehen ist aber noch ausbaufähig.

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