Fernsehen 2 go – Serien auch unterwegs genießen

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Einleitung

Die Welt wird immer mobiler und viele Reisende wollen nicht mehr auf den gewohnten Fernsehempfang verzichten. So gibt es inzwischen viele verschiedene Möglichkeiten, auch unterwegs die Lieblingsserie nicht zu verpassen.

Die Produktpalette der Hersteller reicht dabei von kleinen Handgeräten, die lediglich eine Displaygröße von wenigen Zentimetern besitzen, bis hin zu normal großen Bildschirmen, die natürlich nur bedingt für eine mobile Nutzung geeignet sind.

Wer sich ein mobiles Fernsehgerät zulegen will, findet neben großen Preisunterschieden auch eine Vielzahl verschiedener Anwendungsbereiche vor. Sucht man einen mobilen Fernseher für den TV-Empfang im Auto, soll das Gerät im Wohnwagen stehen und während der Fahrt nicht genutzt werden oder möchte man einfach überall unterwegs fernsehen können?

Komplettsysteme fürs Auto

Für den TV-Empfang im Auto gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten: Einmal die Radios mit integriertem TV-Tuner und festem Display, welches aber im Normalfall nicht größer als 3,6 Zoll (ca. 9 cm) ist. Dieser TV-Tuner ermöglicht den Empfang von digitalem terrestrischem Fernsehen (DVB-T), welches inzwischen auch größtenteils im europäischen Ausland verfügbar ist.

Die andere Möglichkeit ist ein Radio mit einem „Dash-In“-Display, welches auf Knopfdruck aus der Mittelkonsole herausfährt und hochklappt. Diese Displays sind in der Größe bis ca. 7 Zoll (18 cm) erhältlich. Preislich unterscheiden sich die beiden Systeme kaum, für den Fernsehgenuss auf der Rückbank eignen sie sich trotzdem nur bedingt.

Ausfahrbares Display integriert in die Mittelkonsole eines Autos
Ein ausfahrbares Display ist platzsparend und bietet gleichzeitig eine größere Diagonale als fest in der Konsole platzierte Bildschirme (Bild: Pioneer)

Durch die Integration in ein Radio muss sich der Käufer allerdings keine Gedanken über die Stromversorgung machen. Diese erfolgt über den Standard 12-Volt Anschluss des Radios. Für die Rücksitze empfiehlt sich der Kauf von weiteren Monitoren, die zum Beispiel in die Kopfstützen eingebaut werden können und meist von Batterien oder Akkus mit Strom versorgt werden.

Der größte Vorteil von im Handel erhältlichen Komplettsystemen ist die bereits vollständige Integration von DVD-Player und Radio. Die meisten der Modelle ermöglichen zudem weitere Anschlüsse für andere externe Geräte wie Spielkonsolen oder Navigationssysteme. Auch Rückfahrkameras lassen sich so mit wenig Aufwand nachrüsten.

Beim Kauf eines Komplettsystems sollte man darauf achten, dass das Display über einen guten Blickwinkel verfügt, damit das Bild von jedem Sitz aus erkennbar ist. Moderne LCD-Monitore haben einen horizontalen Blickwinkel von mindestens 160 Grad, was für die Installation im Auto ausreicht.

Außerdem ist ein geringer Stromverbrauch wichtig: Immerhin laufen die Geräte im Wagen und bei ausgeschaltetem Motor wird die Fahrzeug-Batterie belastet. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte sich bei einer Installation von mehreren Monitoren noch eine zusätzliche Batterie installieren lassen, um auch bei ausgeschaltetem Motor ohne schlechtes Gewissen Fernsehen gucken zu können.

Kleiner Bildschirme fürs Auto von Pioneer
Wer sich einen Car-PC selbst baut, schließt daran am besten spezielle Bildschirme fürs Auto an, die wenig Energie benötigen und via Batterie oder 12V-Stromanschluss betrieben werden können. (Bild: Pioneer)

„Car-TV“ Marke Eigenbau

Neben den Komplettsystemen können handwerklich Begabte auch selbst ein TV-System fürs Auto zusammenbauen. Dabei bietet sich die Integration eines „Car-PCs“ an, der wahlweise unter den Sitzen oder im Kofferraum installiert werden kann. Hier wird ein spezielles Computer-System eingerichtet, welches mit einem oder mehreren externen Monitoren verbunden wird.

Diese Displays kann man zum Beispiel in der Mittelkonsole statt eines Radios und in den Kopfstützen einbauen. Der größte Vorteil eines solchen Systems ist die einfache Erweiterbarkeit, wenn einmal mehr Ressourcen benötigt werden.

Dann muss nicht alles getauscht werden, sondern lediglich der Car-PC. Monitore und alle anderen Peripherie-Geräte können im Wagen verbleiben. Zumindest der Frontmonitor sollte man per Touchscreen bedienbar sein, damit man während der Fahrt Zugriff auf die Einstellungen des Car-PCs hat.

Bei der Auswahl des richtigen Systems gelten dieselben Kriterien wie beim Komplettsystem, also möglichst weite Blickwinkel und ein geringer Stromverbrauch.

Grafische darstellung der Vernutzung im Auto
Über einen Car-PC Marke Eigenbau kann nicht nur der TV-Empfang, sondern auch W-LAN oder Bluetooth realisiert werden. Mehr Infos dazu gibt es zum Beispiel bei www.pcmasters.de im Forum (Bild: pcmasters)

Welche Geräte sind besonders geeignet?

Die Gerätevielfalt auf dem Markt ist groß und sowohl Preis- als auch Qualitätsunterschiede sind beträchtlich. Auf Nummer Sicher geht man mit einem Gerät einer bekannten Marke mit gutem Support wie Pioneer, Kenwood oder Alpine.

Abstand zu nehmen ist hingegen von den günstigen No-Name-Geräten, die teilweise massenhaft bei Ebay angeboten werden, oft mangelhaft verarbeitet sind und schnell kaputt gehen.

Fernsehen beim Camping

Ist man mit dem eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs, lässt sich der TV-Empfang deutlich einfacher realisieren. Da die meisten Wohnwagen über einen ganz normalen 230-Volt-Anschluss verfügen, der am Campingplatz angeschlossen und genutzt werden kann, können herkömmliche TV-Geräte angeschlossen werden.

LCD-TVs mit 38 cm bis 50 cm Bilddiagonale sind platzsparend und lassen sich fast überall im Wagen anbringen. Das Bild gelangt wahlweise per DVB-T, was die einfachere Methode ist, oder per Satellit auf den TV-Schirm.

Für den Empfang via DVB-T benötigt man nur eine entsprechende Antenne, die im Fachhandel schon für unter 50,00 Euro zu haben ist. Für Satellitenempfang muss man mehr Geld auf den Tisch legen, mindestens 100,00 Euro.

Mini-Sat-Anlage für Camper lässt sich bequem in einem Koffer verstauen
Eine Mini-Sat-Anlage eignet sich vor allem für Camper und lässt sich bequem in einem Koffer verstauen. Als Display eignet sich ein 38 cm oder 55 cm LCD-TV-Gerät (Bild: Amazon)

Damit der Empfang optimal funktioniert, muss die Schüssel natürlich noch ausgerichtet werden; teure Geräte übernehmen dies selbst per Knopfdruck. Sie sind mit GPS ausgerüstet, erkennen ihren Standort und richten sich automatisch aus. Die günstigeren Systeme müssen von Hand ausgerichtet werden, haben aber meistens einen Receiver, der die Signalstärke im Konfigurationsmodus anzeigt.

Für den Empfang während der Fahrt eignen sich Satellitensysteme nicht, weil die Schüsseln bei höheren Windgeschwindigkeiten meistens aus Sicherheitsgründen demontiert werden müssen, damit sie nicht beschädigt werden.

Wer auf deutsche Programme im Ausland nicht verzichten möchte, kommt um eine Satellitenanlage allerdings nicht herum. Ansonsten ist DVB-T innerhalb Deutschlands die günstigere Lösung.

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