Freescale: Mini-Tablets unter 200 Dollar

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Der texanische Chiphersteller Freescale hat heute, Montag, ein Referenzdesign für Tablets im Sieben-Zoll-Format vorgestellt. Das auf einen ARM-basierten Prozessor aufbauende Gerätekonzept soll den Preis derartiger Kompaktcomputer laut Hersteller auf unter 200 Dollar drücken. Auf der am Donnerstag beginnenden Consumer Electronics Show wird ein Prototyp gezeigt.

Freescale setzt auf das Verschmelzen von Smartphone und Notebook zu einem Zwischengerät. Der Sieben-Zoll-Touchscreen bietet dabei laut Unternehmen rund vier Mal so viel Bildfläche wie Smartphones und wartet dabei mit einer Auflösung von 1.024 mal 600 Pixeln auf. Das Volumen liege dagegen bei nur rund einem Drittel dessen gängiger Laptops.

Freescales Tablet-Attacke: Prototyp mit Keyboard-Element (Foto: Freescale)

Der Prototyp soll laut Freescale OEMs bei der Entwicklung entsprechender Tablet-Produkte unterstützen. Diese könnten demnach bis Sommer Realität werden. Neben einem Prozessor auf ARM Cortex-A8-Basis sind im Gerät auch Power-Management- und Audio-Chips und ein Dreiachsen-Beschleunigungsmesser aus dem Hause Freescale verbaut. Der Arbeitsspeicher ist 512 Megabyte groß, während der integrierte Datenspeicher laut Hersteller vier bis 64 Gigabyte beträgt und per microSD-Karte erweitert werden kann.

Als Betriebssystem kommt dem Unternehmen zufolge Android oder Linux zum Einsatz. Während WLAN inklusive 802.11n-Standard und Bluetooth ebenso wie GPS und eine Drei-Megapixel-Kamera Standardausstattung sind, ist ein 3G-Modem laut Freescale optional. Das ist etwas verwunderlich, da das Gerätekonzept durch dauernde Konnektivität ebenso punkten soll wie durch Instant-On-Funktionalität und ganztägige Akkulaufzeit. Ergänzend zum reinen Tablet ist auch ein separates Keyboard-Element vorgesehen.

Der Prototyp ist jedenfalls eine Kampfansage nicht nur an Atom-basierte Netbooks, sondern insbesondere an Qualcomms ARM-basiertes Smartphone-NotebookHybridkonzept. Bei der US-Ankündigung spricht Freescale explizit von „Smartbooks der zweiten Generation“. Damit bedient sich das Unternehmen eines Marketingbegriffs, auf den gerade Qualcomm in den USA stark setzt.

In der DACH-Region und einigen anderen Ländern müssen die Anbieter indes von der Bezeichnung Smartbook für die ARM-basierten Kompaktcomputer Abstand nehmen, da es sich um eine eingetragene Marke des Kölner Notebookanbieters Smartbook AG handelt. (pressetext.de)

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