gfu-Studie: TV-Größe vor allem für Frauen entscheidend

Vorläufige Auswertung einer ausführlichen Befragung von 2000 Haushalten

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Die 1973 von bekannten Unternehmen wie Grundig, Panasonic, Philips und Samsung gegründete Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik (kurz: gfu) hat erste Ergebnisse aus ihrer aktuellen Konsumstudie vorgestellt. Dafür wurden im Rahmen einer Online-Befragung 2000 deutsche Haushalte zu ihren Kriterien beim Kauf neuer Fernseher befragt. Interessanterweise nannten 52 Prozent der Befragten die Bildschirmgröße als entscheidenden Faktor, wobei 60 Prozent der Frauen und nur 46 Prozent der Männer dieses Merkmal als Nummer-1-Kriterium sehen.

LG 88Z9PLA (Bild: LG)
Fernseher wie der 88 Zoll große LG 88Z9PLA haben laut gfu-Studie noch ein eher geringes Marktpotenzial (Bild: LG)

Kaufgrund Nummer 2 ist mit 44 Prozent aller Teilnehmenden Smart-TV-Funktionalität samt Internetzugang. Auch in diesem Fall setzen sich die Frauen mit 51 Prozent an die Spitze, während von den Männern das genannte Feature nur 39 Prozent als wichtig empfinden. Auf den weiteren Plätzen folgen eine höhere Auflösung (39 Prozent), eine bessere Ausstattung (27 Prozent) und OLED-Panel-Technologie (19 Prozent). Bei letzterer dreht sich erstmals das Bild zugunsten der Männer (25 zu 11 Prozent).

Von den Befragten erwägen 25 Prozent aktuell einen TV-Neukauf mit 48 bis 55 Zoll, 30 Prozent mit 55 bis 65 Zoll und 10 Prozent mit 65 Zoll oder größer. Beim Thema Videostreaming bzw. Mediatheken-Nutzung bevorzugen über 80 Prozent den Fernseher als Wiedergabegerät. Eine Ausnahme stellt YouTube dar, das von 36 Prozent der Teilnehmenden lieber via Smartphone besucht wird – Fernseher kommen in diesem Spezialfall nur auf 24 Prozent.

Eine Diskrepanz zeigt sich beim Thema geplante und tatsächliche Ausgaben für ein neues TV-Gerät. Laut Marktanalyse von HEMIX im 1. Quartal 2019 lag der Durchschnittspreis aller verkauften Fernseher bei 576 Euro. Der gfu-Studie zufolge wollen die Befragten hingegen für ihren nächsten Kauf im Schnitt 1.018 Euro ausgeben. Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, zieht dieses vorläufige Fazit:

„Die ersten Ergebnisse unserer jährlichen gfu-Studie zeigen deutlich, dass Industrie und Handel den Konsumenten umfassend informieren müssen, damit die technischen Innovationen und ihr Mehrwert auch verstanden werden und zu Kaufanreizen führen. Bei den Kaufgründen ist Smart-TV von Platz 3 auf 2 vorgerückt, hinter dem großen Bild, das Platz 1 verteidigt hat. Für Bewegtbild-Inhalte bleibt ein großer Fernseher die erste Wahl. Allerdings bietet der Markt, wie unsere Studie zeigt, mehr Umsatzmöglichkeiten. Industrie und Handel gelingt es offenbar nicht, die Ausgabebereitschaft der Konsumenten in vollem Umfang abzurufen. Dass die Konsumenten im Schnitt bereit sind, rund 75 Prozent mehr für ein TV-Gerät auszugeben, entspricht immerhin einer Differenz von 442 Euro zum aktuellen Durchschnittspreis.“

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