Hotelbranche schafft bis 2013 viermal so viele Fernseher an

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Der Absatz von Fernsehgeräten an Hotels soll sich bis ins Jahr 2013 auf 7,3 Millionen Einheiten erhöhen, berichtet die Digitimes. Die prognostizierte jährliche Wachstumsrate wird sich bei 55 Prozent einpegeln. 2009 hatten die jährlichen Absatzzahlen noch bei 1,7 Millionen gelegen. Wie der Marktforscher iSuppli mitteilt, beziehen sich die Zahlen auf zur Zimmerausstattung gehörende Geräte mit Bilddiagonalen von 30 Zoll oder mehr.

Hotel-Fernseher wie der Samsungs 457er-Serie verfügen im Gegensatz zu Geräten für Endkonsumenten über Merkmale wie USB Cloning, eine integrierte OLED-Uhr oder zusätzliche Badezimmer-Lautsprecher. (Foto: Samsung)

„Ähnlich wie in anderen Bereichen des Markts für Beschilderung und professionelle Displays im Geschäft des Gastgewerbes hat auch der Markt für Hotelfernseher unter der Auswirkung des wirtschaftlichen Abschwungs im Jahr 2009 gelitten“, sagte Sanju Khatri, Chefanalytiker für Beschilderung und professionelle Bildschirme bei iSuppli. „Obwohl der Absatz in jenem Jahr um 33 Prozent zugenommen hat, sanken die Umsätze, weil die Hoteliers zu günstigeren und kleineren Geräten optierten. Gesamtwirtschaftliche Kräfte beeinflussten die Ausgaben insofern, als dass Konsumenten und Geschäftsleute weniger reisten, beziehungsweise unterwegs weniger ausgaben. Daher fielen etliche Immobilien unter die Zwangsvollstreckung; von 2008 bis 2009 war der Hotelbau zudem rückläufig.“

Derzeit fokussiere die sich von der Rezession erholende Hotelindustrie Profitmaximierung und Markentreue und wolle den Erlebniswert für Gäste erhöhen, fügte Khatri hinzu. Auf Grundlage dieser Tendenz bescheinigt iSuppli dem Absatz von TVs für Hotels in absehbarer Zukunft robustes Wachstum; der Nachholbedarf aus 2009 wird realisiert. Vor allem bei Hotelneubauten in Schwellenländern werden Fernseher mit größeren Bilddiagonalen zur Norm. Das Marktforschungsunternehmen rechnet im laufenden Jahr mit einem kolossalen Zuwachs von 79 Prozent auf 3,1 Millionen Geräte.

Kundenbindung zu schaffen, um wiederholte Aufenthalte zu fördern, ist eine der großen Herausforderungen der Branche. Franchise-Hotels suchen zudem nach Wegen, wie sich die Umsätze pro Zimmer erhöhen lassen. Die Ausstattung der Räumlichkeiten mit Flachbildfernsehern ist eine der nahe liegenden Strategien, da sie ein zweites Zuhause schafft: Flachbildgeräte eröffnen eine ganz neue Unterhaltungswelt für Hotels mit Optionen wie hochauflösenden Bildern und Videos, MP3-Wiedergabe und Anschlussmöglichkeit für Digitalkameras, die Röhrengeräte nicht bieten können. Konsequenterweise generieren Hotels zusätzliche Umsätze aus Video-auf-Abruf-Angeboten.

Dafür, dass sich in Hotels zunehmend IP-basierte Systeme etablieren, gibt es eine Reihe von Ursachen. Unter anderem sind die gesunkenen Kosten für entsprechende Lösungen ausschlaggebend. Zuverlässigere Dienste und höhere Bandbreiten vorausgesetzt, wird die IP-Nutzung eine Zukunft haben, lassen sich in ihr doch Internet, Video auf Abruf, Voice-over-IP-Dienste und Hausverwaltungssysteme vereinigen. „iSuppli geht davon aus, dass das Hotelerlebnis sich in Zukunft völlig vom heutigen unterscheiden wird, weil es auf einem stärker personalisierten Vorgehen in Bezug auf Medien basiert. Jedem Gast wird der Zugriff auf individualisierte und interaktive Inhalte ermöglicht“, sagte Khatri.

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