Innolux und CMO fusionieren

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Nach der Fusion mit TPO Display, rückt der taiwanische Panel-Hersteller Innolux erneut ins Rampenlicht der Presse und gab am vergangenen Samstag einen weiteren Firmenzusammenschluss bekannt. Demnach wird Innolux Display mit dem Marktkonkurrenten Chi Mei Optoelectronics (CMO) fusionieren. Obwohl beide Unternehmen erst vor kurzem in Verhandlungsgespräche bezüglich einer Firmenübernahme getreten waren, sei die letztendliche Entscheidung spontan am vergangenen Donnerstagabend bei einem Geschäftsessen gefallen.

Die Unternehmensübernahme soll genau wie bei TPO Display durch einen Aktientausch stattfinden, bei welchem 2,05 CMO Aktien gegen eine Innolux-Aktie getauscht werden sollen. Obwohl sich Innolux hierdurch CMO komplett einverleibt, wird der Markenname CMO weiterhin beibehalten werden. Innolux Display ist ein Tochterunternehmen der Hon Hai Group, welche außerhalb Asiens vor allem unter dem Namen Foxconn bekannt ist.

Im Zuge des langanhaltenden Expansionskurs von Innolux, sei das Unternehmen auch mit der momentanen Nummer Eins der taiwanischen Panel-Produzenten AU Optronics (AUO) in Übernahmegespräche getreten. AUO zeigte sich jedoch wenig interessiert und ließ laut eines Zitats der China Post verlauten, dass „man bessere Wege kenne, mehr Geld zu machen“.

Laut Aussagen des Marktforschungsunternehmen DisplaySearch, werde Innolux wohl bald zum weltweit drittgrößten Panel-Produzenten aufsteigen und somit Korea als führende Hersteller-Nation zunehmend unter Druck setzen. Besonders LG Display dürfte diese Machtverschiebungen zu spüren kriegen. Des Weiteren wird erwartet, dass Innolux den taiwanischen Marktführer AUO bald von seiner Spitzenposition im eigenen Land ablösen wird.

Zeitgleich mit der Fusionsbekanntgabe hat Innolux ebenfalls weitere Details zum Ausbau der eigenen Werkskapazitäten bekanntgegeben. So plant das Unternehmen 500 Milliarden NT-Dollar (rund 10,4 Milliarden Euro) in den Bau einer neuen LCD-Fabrik der 8,5-Generation zu investieren. Wie DigiTimes berichtet, hat das Unternehmen die Hilfe der taiwanischen Regierung für den Erwerb einer großen Landfläche im Norden Taiwans erbeten. Ob diese Landfläche jedoch für den Bau einer neuen LCD-Fabrik oder anderweitige Projekte vorgesehen ist, bleibt vorerst noch unklar. Nach firmeneigenen Angaben würde diese Entscheidung vom Wachstum des eigenen Unternehmens und den allgemeinen Marktbedingungen abhängen.

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