iPad-Konkurrenz zieht wenig Nutzen aus Foxconn-Zwischenfall

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Nachdem die Explosion im chinesischen Foxconn-Werk Befürchtungen aufkeimen ließ, Apple könnte massive Lieferprobleme beim iPad 2 bekommen, äußern sich die Marktbeobachter der Digitimes vorsichtig optimistisch: Kurzfristig werde es zur Verknappung kommen, allerdings habe Apple noch immer die Möglichkeit, die Verluste wieder aufzuholen. Dies bedeute allerdings, dass die Riege der iPad-Wettbewerber wohl nicht von den Folgen des Zwischenfalls in Chendgu profitieren wird.

Steht nicht auf dem Kopf: Die Liefer- und Vertriebssituation für das iPad 2 wird nur kurzfristig gestört. (Bild: Apple)

Einschließlich April fertigte Foxconn 1,6 Millionen Einheiten des Apple-Tablets, das sind weniger als 30 Prozent der gesamten Produktionsmenge. In der zweiten Jahreshälfte will das Unternehmen etwa 50 Prozent aller Geräte herstellen. Auf Lieferantenseite sieht die Digitimes die Apple-Konkurrenz derzeit im Vorteil: Die im iPad 2 verwendeten, glasbasierten kapazitiven Touch-Panel sind bereits knapp, daher könnten sich die Mitbewerber aufgrund der durch die Explosion sinkenden Liefermenge bei anderen Herstellern umsehen.

Jedoch hat die Mehrzahl von ihnen bereits auf die Dünnschicht-Version dieses Displays umgestellt, somit gilt Acer als wahrscheinlichster Kandidat für aggressive Hamsterkäufe jeglicher frei gewordener Vorräte.

Auch auf der Vertriebsschiene sieht die Digitimes für den Wettbewerb kaum Möglichkeiten, gegen das übermächtige iPad 2 zu punkten – selbst wenn die Konkurrenzunternehmen ihre Preise senken würden, um aus dem iPad-Mangel Vorteile zu ziehen. Konsumenten, die sich bewusst für die Anschaffung des Tablet-PCs von Apple entschieden hätten, seien in der Regel bereit zu warten, bis ihr Wunschprodukt wieder verfügbar wäre. Sie hätten Geduld, bis Apple selbst ihren Bedarf wieder befriedigen könne.

Für die Hochsaison im vierten Quartal prognostiziert das Branchenportal Apple deutlich erhöhte iPad-Absätze. Die Frage sei bloß, ob Foxconn seine Produktionskapazität bis dahin erfolgreich hochschrauben könne, um die Nachfrage zu bedienen. Selbst im Vergleich mit den Folgen der Feinstaub-Explosion würde sich ein Mangel an Arbeitskräften weitaus schlimmer auswirken. Für Apple sei dies das Schlüsselkriterium zu einer positiven Ganzjahresbilanz beim iPad-Absatz.

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