Kooperiert TPV mit Epistar für LED-Fabrik in China?

0
24

Gerüchten zufolge will TPV Technology mit dem taiwanischen LED-Chiphersteller Epistar zusammenarbeiten. Ziel soll eine LED-Epitaxie-Halbleiterscheiben-Fabrik in China sein, die dem Nachschub an LEDs dienen soll. Vor dem Hintergrund wachsender Marktpräsenz LED-beleuchteter Produkte ist TPV gezwungen, eine stabile Versorgungsbasis für LED-Chips zu haben. Passend dazu soll Epistar den Quellen zufolge sein bestehendes Werk in Xiamen, China, erweitern um dort MOCVD-Maschinen (Metallorganische Chemische Gasphasenabscheidung) zu installieren.

Epistar schweigt: Vorerst kein Kommentar zur Kooperation mit TPV. (Bild/Logo: Epistar)

Weder Epistar noch TPV wollten einen Kommentar zu den Gerüchten abgeben, verneinten die Möglichkeit allerdings nicht. Während eines früheren Taiwanbesuchs hatte TPV-Präsident Jason Hsian angegeben, dass TPV zusätzlich zu Kooperationen mit AUO und CMI die Nähe zu anderen taiwanischen Herstellern suchen würde, wobei er Epistar namentlich erwähnte.

Epistar antwortete, das Unternehmen werde die Möglichkeit einer Zusammenarbeit nicht ausschließen, sofern der Bedarf von TPV groß genug für eine komplette Fabrik sei. Das scheint kein Problem zu sein: Laut TPV legt der globale LCD-TV-Markt 2010 um gut 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu; TPV rechnet in diesem Jahr mit einem Gesamtabsatz von 70 Millionen LCD-Monitoren und -TVs.

Für die LED-BLU eines Monitors sind etwa 50 Chips nötig, für einen 40-Zoll-TV werden 200 davon gebraucht. Ausgehend von TPVs Absatzziel 2011 – 55 Millionen Monitore und 150 Millionen LCD-TVS – wird selbst der kumulierte Bedarf an LED-Chips nicht ausreichen, um einen Produktionskomplex am Laufen zu halten. Ungeachtet dessen, und mit Blick auf TPVs Kapazitätsausweitungen auf dem chinesischen Wachstumsmarkt, wäre es nicht unrealistisch, wenn die beiden Unternehmen Ende 2010 ihre Zusammenarbeit bekannt geben.

Zum schrittweisen Ausbau von Epistars Geschäft in China gehört auch ein Epitaxie-Halbleiterscheiben-Werk, das in Changzhou mit Lite-On Technology betrieben werden soll. Im zweiten Quartal 2011 soll die Produktion beginnen. Zehn anfänglich betriebene MOCVD-Maschinen sollen in Abhängigkeit von der Nachfrage auf bis zu 30 Stück erweitert werden.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen