Kostenkontrolle bei Toshiba: Japaner fahren Outsourcing-Quote herauf

0
30

Wie die Digitimes berichtet, gibt es bei Toshiba Pläne, das Outsourcingvolumen 2011 auf zehn Millionen Fernseher zu erhöhen. Gemessen am Gesamtabsatz entspricht diese Zahl einer Outsourcing-Quote von 70 Prozent. 700.000 LCD-Geräte, die für die Märkte im Mittleren Osten und in Südamerika bestimmt sind, sollen von dem chinesischen TV-Hersteller Konka produziert werden, heißt es von Marktinsidern.

Toshiba: Weniger Kosten und höheren Marktanteil durch Ausweitung der Fremdfertigung. (Logo: Toshiba)

Die Produktion verstärkt auszulagern, ist gängige Praxis in der LCD-Industrie. Schon vor Längerem ist Toshiba seinen Produktionskosten zu Leibe gerückt, indem das Unternehmen Outsourcing-Aufträge an taiwanische Hersteller vergeben hat. Japanische LCD-TV-Anbieter wie Sony und Toshiba setzen Outsourcing gezielt ein, um die Herstellungskosten zu senken. 2009 lag die Quote von fremd gefertigten Geräten bei 30 Prozent. 2010 wird der japanische Elektronikkonzern voraussichtlich 15 Millionen LCD-TVs ausliefern, wovon etwa 50 Prozent außerhalb des Unternehmens hergestellt werden. Erfüllt sich die Prognose für das laufende Jahr, könnte Toshiba einen Anteil von sieben Prozent am Weltmarkt für LCD-Fernseher erreichen.

Mit Blick auf das Potenzial des chinesischen LCD-TV-Markts will Toshiba ein Joint-Venture mit dem einheimischen TV-Anbieter TCL eingehen, dessen Zweck in der OEM-Fertigung und im Vertriebsgeschäft liegt. Der Kapitalstock soll 50 Millionen Yuan (5,42 Millionen Euro) betragen, Toshiba ist an dem Gemeinschaftsunternehmen mit 51 Prozent beteiligt. Wie es heißt, will Toshiba die unternehmenseigenen Verkaufsbüros in China bis Ende 2012 auf insgesamt 10.000 Standorte ausweiten. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Marktanteil im Reich der Mitte von derzeit zwei auf fünf Prozent auszubauen.

Die Mehrzahl der Geräte, die Toshiba fremd produzieren lässt, kommen von Compal Electronics. Der taiwanische ODM-Hersteller produziert in der Hauptsache Mainstream-Modelle für die Japaner. Für den europäischen Markt bestimmte Modelle kommen hauptsächlich von TPV Technology, und Berichten zufolge hat die AUO-Tochter BriView Electronics Aufträge für bis zu drei Millionen Toshiba-Fernseher erhalten.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen