Laut Enthüllungs-Plattform WikiLeaks werden Samsung Fernseher vom FBI für Lauschangriffe missbraucht

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Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Warnungen, dass Mikrofone oder Webcams von Dritten missbraucht werden könnten. Doch irgendwie sind die Nutzer bezüglich Schadsoftware auf dem PC deutlich besorgter, die anderen Geräte im Haus egal ob Fernseher, Webcam, Babyphone, usw. geraten meist in Vergessenheit.

Auch Fernbedienungen können für die Tonübertragung angezapft werden (Symbolfoto) (Foto: RainerSturm / pixelio.de)

Den jüngsten Enthüllungen von WikiLeaks zufolge sollen der US-Geheimdienst FBI und das britische Pendant MI5 eine Schadsoftware für Samsung Fernseher programmiert haben. Die für den Lauschangriff notwendigen Mikrofone befinden sich entweder im TV-Gerät selbst, oder in der Fernbedienung. Die Beschreibung des Hacks erscheint zwar eher so, als ob man hier probiert hat was technisch machbar ist, als dass es eine konkrete Abhörgefahr gibt. Dennoch zeigt es klar auf, was heutzutage bereits möglich ist.

Gemäß den Wikileaks-Unterlagen sind Smart-TVs von Samsung aus den Modelljahren 2012 und 2013 betroffen. Konkret handelt es sich um die Modelle ES8000, E8000 und ES7550 sowie F8000, F8500, F7500 und F7000. Die in Deutschland verkauften Modelle besitzen eine 90 am Ende statt zweier Nullen. Zudem soll der Hack auch nur mit bestimmten Firmware-Versionen funktionieren (1111, 1112 und 1116). Außerdem muss die Firmware per USB-Stick übertragen werden und das muss vor dem Kauf in einem Warenlager oder beim Händler passieren. Wer sich seine Firmware online dierekt über den Fernseher oder per Download von der Samsung Webseite installiert, ist nicht betroffen. Das Ganze klingt schon ziemlich weit hergeholt, aber theoretisch wäre es denkbar. Und Samsung als Hersteller ist in diesen Prozess natürlich nicht involviert!

Die Lauschaktion soll dann auch bei einem ausgeschaltetem Gerät funktionieren und zwar über einen Fake-Off-Modus. Ob der Fake-Off-Modus eingeschaltet ist, erkennt man anscheinend an einer blauen LED, die auf der Gehäuserückseite leuchtet. Allerdings kann man den Dokumenten entnehmen, dass im Fake-Off-Modus keine WLAN-Verbindung mehr verfügbar ist und eine Übertragung der Daten nur dann erfolgt, wenn der Fernseher direkt per Kabel mit dem Router verbunden ist.

Abschließend betrachtet, sind die Chancen, dass die Gespräche beim Abendbrot direkt bei FBI und MI5 landen ziemlich weit hergeholt und klingen schon sehr nach Verschwörungstheorie. Dennoch werden zumindest die Möglichkeiten aufgezeigt, was technisch machbar ist. Alle Angsthasen spielen einfach eine aktuelle Firmwareversion auf und wiederholen dies, falls der Fernseher mal bei der Reparatur war.

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