LCD-TVs boomen, Plasma-Fernseher als Ladenhüter

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Die Unterhaltungselektronik-Branche in Deutschland erzielte im ersten Halbjahr 2012 mit gut sieben Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von knapp fünf Prozent. Der Markt der TV-Geräte konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz zulegen. Das galt allerdings nicht für Plasmafernseher. Einen regelrechten Boom erlebten die Hersteller von TV-Receivern. Blu-ray Rekorder, Heimkinosysteme und Spielekonsolen waren dagegen weniger gefragt.

Die sportlichen Großereignisse Fußball-Europameisterschaft und Olympische Spiele gaben dem Geschäft mit Fernsehern deutliche Impulse, wie die aktuellen Zahlen des Consumer Electronics Markt Index zeigen. So wurden von Januar bis Juni mit 3,1 Milliarden Euro knapp 14 Prozent mehr Umsatz erzielt als im ersten Halbjahr 2011. Der Zuwachs bei den Stückzahlen beträgt ebenfalls 14 Prozent auf etwa fünf Millionen Stück.

Der gegenläufige Trend bei den Displaytechnologien LCD und Plasma setzte sich ebenfalls fort: Wurden im ersten Halbjahr über 4,6 Millionen LCD-TVs abgesetzt, ist der Anteil der Plasmafernseher erneut um 20 Prozent auf nur noch eine viertel Million gesunken. Auch der Durchschnittspreis von Plasma-TVs sank um zehn Prozent auf 770 Euro (LCD: stabil bei 620 Euro), was ein Umsatz-Minus von 27 Prozent zur Folge hatte.

Der Trend zu hochwertigen TV-Geräten und großen Bilddiagonalen hat sich weiter fortgesetzt. Rund 55 Prozent der verkauften TV-Geräte haben einen Internet-Anschluss, alle Fernseher sind HD-tauglich und rund ein Drittel der Geräte sind für 3D-Wiedergabe ausgestattet.

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