LG Display: Gewaltiger Quartalsverlust mangels TV-Nachfrage

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Für das dritte Quartal 2011 meldet LG Display den höchsten Quartalsverlust in der Unternehmensgeschichte. Das Minus von 492 Milliarden Won (rund 308 Millionen Euro) ist zum Großteil Folge des Nachfrageeinbruchs auf dem globalen TV-Markt.

LG-Offizielle sehen aber auch Wechselwirkungen zu Währungsschwankungen als Ursache. So oder so steht das aktuelle Ergebnis für den vierten Quartalsverlust in Folge.

In Paju, eine kurze Strecke nordwärts von Seoul, produziert LGD Glassubstrat nach G7/G8-Standard. (Bild: LG)

Zwar verkauften die Südkoreaner von Juli bis September 6,8 Millionen Flachbildfernseher und stellten damit ebenfalls einen Unternehmensrekord auf, allerdings machte die Home-Entertainment-Sparte sieben Prozent weniger Umsatz (3,4 Milliarden Euro), eine Auswirkung der umatzzehrenden Preiserosion. Mit erhöhtem Absatzanteil von Premium-Geräten mit 3D und LED konnte LGD immerhin einen operativen Gewinn von 64 Millionen Euro realisieren.

In Einklang mit den taiwanischen Rivalen erwartet auch LGD im laufenden Quartal eine Stabilisierung der Panelpreise. Brancheninsider sehen das zum Teil anders: Die prekäre Marktlage bleibe unverändert und mit ihr der Nachfrageschwund, so die Experten.

Nach Ansicht von Analytikern überstehen LG Display und andere südkoreanische Panelhersteller den Wirtschaftsabschwung weitgehend unbeschadet, weil sie, anders als Wettbewerber aus Japan und Taiwan, von ihren Mutterkonzernen finanzielle Unterstützung erhalten.

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