LG Display zeigt AH-IPS-Technologie / Software verbessert Bildqualität der Cinema-3D-TVs

0
30

Aus Kostengesichtspunkten, aber auch, was den Trage- und Bedienkomfort von 3D-Brillen angeht, hat passive Bildschirmtechnologie Vorteile gegenüber der Active-Shutter-Technik. Der größte Nachteil des Polfilter-Ansatzes jedoch liegt darin, dass die Bildqualität etwas schlechter abschneidet, was auch auf die niedrigere Auflösung zurückzuführen ist.

Unterteilung: AH-IPS gibt es bspw. mit 3,5/4,5 Zoll für Smartphones, in 7- und 9-Zoll-Tablets/Smartbooks und in 55 und 84 Zoll. (Bild: oled-display.net)

Diesem Problem rückt der südkoreanische Hersteller LG Display nun zu Leibe, berichtet FlatpanelsHD . Laut Hersteller habe es Anfang Mai eine Software-Anpassung gegeben, die sich deutlich zugunsten der Bildqualität auswirken soll. Alle derzeitigen wie auch künftigen Besitzer eines LG-Geräts mit Cinema 3D sollen davon profitieren.

Bisher funktionierte LGs Ansatz so: Innerhalb einer Zweihundertstelsekunde zeigte der Fernseher zwei Teilbilder mit je 540 Zeilen für das linke und das rechte Auge – nicht einmal 720p. Ein durch die neue Software implementierter Algorithmus schafft im gleichen Zeitfenster vier Einzelbilder, also jeweils 1.080 Zeilen für jedes Auge. Werden diese Bilder zusammengesetzt, ergibt sich 1.080p. Die Verbesserung soll so groß sein, dass es das neue Verfahren qualitativ mit aktiver 3D-Technik aufnehmen kann. Um es zu verwenden, sollte die TruMotion-Funktion jedoch abgeschaltet werden.

Auf der SID 2011 in Los Angeles trumpft LG mit einem verbesserten IPS-Display auf. Die Eigenentwicklung ist bereits vom iPhone 4 her bekannt, dessen Retina-Bildschirm aufgrund seiner Farbdarstellung und hohen Auflösung sehr gute Kritiken erntete.

Damit sind auch schon zwei der drei Pluspunkte von AH-IPS (Advanced High-Performance) genannt: Die Auflösung entspricht dem 1,5- bis Zweifachen herkömmlicher LCD-Panels, beispielsweise hat ein AH-IPS-Display mit 3,5 Zoll für ein Smartphone 960 mal 640 Pixel. Detailreiche Bilder können damit auf Geräten mit kleinen Bildschirmen besser dargestellt werden. Auch die Farbgenauigkeit wurde verbessert, sodass es nicht zu Farbverfälschungen kommen soll. Drittens ist auch die Lichtdurchlässigkeit erhöht, was wiederum zu einer längeren Akku-Laufzeit führt.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen