Panelbranche: 18 Prozent mehr Absatz, 22 Prozent Umsatzplus in Quartal zwei

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164 Millionen – das ist die Gesamtzahl aller Großformat-Panel, die in Quartal eins einen Käufer fanden. Keine allzu schlechte Zahl für das traditionell verkaufsschwache Erstquartal; die Differenz zum vierten Quartal 2010 beträgt nur sieben Prozent. Innerhalb eines Jahres hat sich das Absatzvolumen des besagten Zeitraums sogar um fünf Prozent erhöht.

Absatz großer Panel nach Einsatzgebiet [in Mio.]. (Quelle: Displaysearch)

Im zweiten Quartal, davon gehen die Panelhersteller aus, wird es ein heftiges Absatzplus von 18 Prozent geben – leere Lager treiben die Nachfrage in die Höhe, außerdem erhöht die Branche schrittweise die Kapazitätsauslastung der Fertigungsanlagen. David Hsieh, Displaysearch-Verantwortlicher für China warnt vor überzogenen Erwartungen: „Die Prognose von 18 Prozent Quartalswachstum könnte ein Schnellschuss sein, denn die aktuell herrschende Knappheit resultiert überwiegend aus Lieferproblemen, nicht aus derart starker Nachfrage.“ Die Panelhersteller müssten noch abwarten, ob das Bestellvolumen sich erhöhe, weil die Kunden mit Optimismus auf die zweite Jahreshälfte blicken.

Länger als ein Jahr herrschte nun Überangebot in der TFT-LCD-Branche, als Talsohle wird das erste Quartal 2011 angesehen. Der Absatz verringerte sich, das Preisniveau sank und die Lieferanten senkten die Auslastungsraten und Schuld daran waren ausbleibende Aufträge und Lagerabbau, schätzt Hsieh die Lage ein. Exzessive Auslieferungen von LCD-Panels im zweiten Halbjahr seien die Hauptursache für die lange Überschuss-Periode. Ende März hätten sich die Panel-Preise jedoch endlich wieder stabilisiert.

Doch die vorhergehende Preiserosion zog sämtliche Anwendungsbereiche für Großformatpanel ins Quartalsminus, ausgenommen das stagnierende Public-Display-Segment. LCD-Monitore rutschten um fünf Prozent ab, Tablets um sieben und Fernseh-Geräte wiesen mit 13 Prozent den höchsten Absatzschwund auf.

Auf Umsatzbasis zeichnet Displaysearch das gleiche Bild: Die Preiserosion verschonte keinen Bereich von Erlösschwund. Am deutlichsten sackten die TV-Umsätze ab – 17 Prozent quartalsweise und 22 Prozent in Jahresfrist. Die Branche nimmt das anziehende Preisniveau als Anlass, um die Erlösprognose für Quartal zwei auf 22 Prozent zu erhöhen.

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