Unter Druck: Gefährdete Apple-Bestellungen zwingen Foxconn zur Umstrukturierung

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Gefährdet ist laut einer Digitimes-Meldung Apples Zielvorgabe für Quartal zwei, mehr als 20 Millionen Iphones auszuliefern. Das Branchenportal kolportiert die Absatzwarnung von nicht näher genannten Quellen aus der Branche. So drohe im Chengdu-Werk des Zulieferers Foxconn die Produktionsmenge von iPhone 4 und iPad 2 durch Materialengpässe als auch durch Arbeitskräftemangel zu sinken. Nachdem der Absatz von 18,6 Millionen iPhone-Einheiten im ersten Quartal hohe Erwartungen geweckt habe, sei Foxconn von Apple mit der Herstellung von zehn Millionen Geräten betraut worden.

Auch 2011 ist die Auftragslage für Foxconn gut – zu gut um alle Kunden zu bedienen? (Bild: Foxconn)

Gemäß einer Aussage des Unternehmens ist man fortwährend dabei, die Produktionskapazität anzupassen, um den Bedarf der Kunden zu decken. Berichten zufolge hat Foxconn ein Werk im chinesischen Chongqing um Fertigungsstrecken zur Herstellung von LCD-Monitoren erweitert. Dessen jährlicher Output soll gut informierten Kreisen aus der Industrie zufolge bei zehn Millionen Einheiten liegen. Foxconn verweigerte jeglichen Kommentar zu den Berichten.

Gemäß der Ideologie, nur ein Produkt pro Fabrik herzustellen, sollten in Chongqing ursprünglich Notebooks produziert werden. Mittlerweile zwingen Arbeitskräftemangel und gestiegenes Lohnniveau an der Ostküste und im Südosten Chinas Foxconn, Fertigungsstrecken an andere chinesische Standorte zu verlagern.

Mit der Bekanntgabe seiner Wirtschaftsdaten für 2010 Ende April hatte Foxconn Electronics (Hon Hai Precision Industry) die Vorhersagen aller Marktbeobachter deutlich übertroffen. Besonders großes Wachstum verzeichnete der Konzernumsatz. Danach hatte der Elektronikkonzern 2,99 Billionen NT-Dollar (72,93 Milliarden Euro) erlöst, 53,33 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Nicht im selben Maß, aber mit einem leichten Zuwachs von 1,94 Prozent, präsentierte sich der konsolidierte Nettogewinn – hier erzielte Foxconn einen Betrag in Höhe von 1,88 Milliarden Euro. Ursprünglich waren Branchenkenner davon ausgegangen, dass die gestiegenen Kosten für Komponenten und Löhne die Rentabilität des Herstellers schmälern würden. Als Reaktion auf eine Serie von Unfällen bzw. Selbstmorden unter Foxconn-Mitarbeitern hatte das unter Druck geratene Elektronikunternehmen 2010 mit Lohnerhöhungen reagiert.

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