LG, Sharp, und Chunghwa bekennen sich illegaler Preisabsprachen schuldig

0
15

In einem von dem US Justizministerium angeführten Kartellverfahren wegen Preisabsprachen bei LCD-Bildschirmen verständigten sich die drei asiatischen Hersteller LG Electronics, Sharp und Chungwa Pictures Tubes Ltd. darauf, gemeinsam auf schuldig zu plädieren und eine Strafe in Höhe von 585 Millionen US-Dollar zu entrichten.

Unter-Generalbundesanwalt Scott D. Hammond sagte die Preismanipulationen hätten nicht nur Konsumenten geschadet sondern auch Herstellern wie Dell Inc., Motorola Inc. und Apple Computer Inc. Der genaue Schaden ließe sich vor Abschluss der Ermittlungen noch nicht beziffern.

Millionen von Konsumenten, die täglich Computer, Mobiltelefone und zahlreiche andere elektronischen Geräte nutzen, seien betroffen, sagte Hammond gegenüber Reportern. “Durch die geheime Vereinbarung die Preise von LCD-Panels hoch zu halten wurden Konsumenten gezwungen für diese Produkte mehr zu bezahlen”.

Der weltweite Markt für LCD-Bildschirme beträgt 70 Milliarden US-Dollar. Auch in Asien und Europa haben die zuständigen Behörden Ermittlungen in der Sache aufgenommen.

Das Justizministerium teilte mit, dass sich das südkoreanische Unternehmen LG Display und dessen amerikanische Niederlassung LG Display America Inc. wegen der Teilname in einem Preiskartell zwischen 2001 und 2006 zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 400 Millionen US-Dollar bereit erklärt habe. Dies entspräche der zweithöchsten Strafe die das Kartellamt der Justizministeriums jemals verhängt habe.

Das Unternehmen Chunghwa aus Taiwan erklärte sich wegen gemeinsamer Preisabsprachen mit LG und anderen ungenannten Firmen zwischen September 2001 und Dezember 2006 zu einer Strafzahlung von 65 Millionen US-Dollar bereit.

Die japanische Firma Sharp verständigte sich auf eine Zahlung in Höhe von 120 Millionen US-Dollar für die Teilnahme an Preisabsprachen in verschiedenen Fällen für zwischen 2001 und 2006 an Dell, Motorola, und Apple verkaufte LCD-Panels. Diese Panels kamen in Computer-Monitoren, Notebooks, Mobiltelefonen und Apples iPod zum Einsatz.

“Nach sorgfältiger Erwägung der anwendbaren Gesetze und Bestimmungen, der Fakten und weiterer Faktoren, hat Sharp beschlossen, dass es der gangbarste Weg ist der oben genannten Einigung zu folgen.” ließ das Unternehmen in einer Erklärung verlautbaren, und fügte hinzu, es werde die Strafe als außerplanmäßige Ausgabe für das im Dezember ablaufende Quartal verbuchen.

Sharp sagte weiter, dass der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorstandsvorsitzender sowie andere Firmendirektoren ab Dezember freiwillig 10 bis 30 Prozent ihrer Kompensationszahlungen von drei Monaten zurück erstatten würden, in Anbetracht der Unannehmlichkeiten und/oder Beunruhigung der Aktionäre und anderer betroffener Personen.

“Sharp ist sich der Tragweite dieser Situation bewusst und wird Maßnahmen, die der Prävention weiterer ähnlicher Vorkommnisse dienen, verstärken und voll umsetzen, und wird aufrichtig daran arbeiten, dass Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen.” sagte die Firma.

Unternehmenssprecher der Firmen LG und Chunghwa waren für einen Kommentar bisher nicht zu erreichen.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen