LG: TV-Sparte verfehlt Absatzziel für 2010

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Der südkoreanische Elektronikhersteller teilte in dieser Woche mit, dass es nicht gelungen sei, das 2010er Verkaufsziel im Flachild-TV-Segment zu erreichen. „LG wird die Vorgabe, im zweiten Halbjahr fünf Millionen LED-TV zu verkaufen, wahrscheinlich nicht erreichen“, wird Kang Shin-ik, Chef von LGs Home-Entertainment-Sparte, zitiert. Wie die Korea Times berichtet, löst diese Nachricht am Markt Bedenken aus: Zum wiederholten Mal hat einer der kritischen Umsatzträger des Unternehmens eine miese Performanz hingelegt.

LGs TV-Business, bedrängt von den Rivalen Samsung und Sony, steht unter großem Druck. (Logo: LG)

Ursprünglich lautete die Zielvorgabe für das gesamte Jahr sieben Millionen Geräte. Währen der ersten sechs Monate hat der Konzern jedoch nur 1,1 Millionen TVs abgesetzt. LG, weltweit zweitgrößter TV-Anbieter hinter Samsung, geht davon aus, dass der verspätete Einstieg ins LED- und 3D-Geschäft daran schuld ist und sieht gutes Potenzial für seine TV-Sparte. Doch mit verstärkten Präsenz des Rivalen Sony, der TVs zu Schleuderpreisen verkauft, wird es LG nicht einfach haben, die Position zu halten.

Auch im 3D-Bereich schaffen die Südkoreaner ihr Absatzziel von bis zu einer Million Geräte nicht, weil sie den Startschuss für die neue Technologie verschlafen haben. „Mangels geeigneter Inhalte verbilligen sich 3D-Modelle früher als erwartet“, kommentierte Kang die weitere Entwicklung.

LCD- und Plasmafernseher zusammengenommen, wollte LG 2010 bis zu 29 Millionen TVs verkaufen. Kang wollte keinen Kommentar darüber abgeben, ob das Verkaufsziel offiziell nach unten korrigiert wurde. Obschon er der TV-Sparte Rang zwei vor Sony gesichert hatte, ist unklar, ob Kang unter diesen Umständen im Amt bleibt.

Doch noch hat Kang ein Ass im Ärmel: Den industrieweiten Trend nach internetfähigen All-in-One-Fernsehern bedienend, will er noch dieses Jahr einen „völlig neuen“ Smart-TV vorstellen, der total verschieden von den Geräten anderer Hersteller sein soll. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die auf der IFA gezeigte individualisierbare TV-Plattform NetCast 2.0. Bis Ende 2010 will LG, bedrängt von Samsung, die Zahl seiner Kooperationspartner bei NetCast auf mehr als 120 erhöhen.

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