LG zieht Bau einer neuen Fertigungsstraße in Betracht

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Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters erwägt die LG Display Corporation, den beständigen Panelbedarf mit einer neuen Fertigungsstraße abzufedern. Die LCD-Industrie genießt die lebhafte Nachfrage an Flachbildfernsehern, angeschürt durch sportliche Großereignisse wie die Olympischen Winterspiele und die chinesischen Feiertage.

In letzter Zeit machen sich verstärkt Bedenken breit, dass der Industriezweig kurz vor einem Status des Überangebots sei – zu aggressiv vermehren die Fertiger ihren Ausstoß. LG steht kurz davor, in der ersten Jahreshälfte 2010 eine gesonderte Produktionsstrecke in Betrieb zu nehmen, während taiwanische Rivalen wie AU Optronics die Auslastung ihrer Produktion erhöhen.

Die Kontrolle des Angebots ist der Schlüsselfaktor für die Hersteller, wollen sie das zyklische LCD-Geschäft profitabel halten. „Ungeachtet der hohen Nachfrage werden sich Kapazitätszuwächse als nachteilig für die Industrie erweisen“, stellt Jason Kang, Analyst bei NH Investment & Securities, fest. „Bereits jetzt wächst das Angebot an – nächstes Jahr wird es sich vervielfachen.“

Jetzt schon betroffen ist der Aktienmarkt: Die LG-Papiere fielen um 3,8 Prozent – deutlich stärker als der Binnenmarkt, dessen Kursverluste bei nur einem Prozent lagen. Um zwei Prozent verringerte sich der Aktienwert von Branchenprimus Samsung. „Wir denken über eine Ausweitung unserer Kapazitäten nach, weil wir eine Zeit lang nicht in der Lage waren, die Kundennachfrage völlig abzudecken“, äußert sich ein LG-Sprecher zu den Gerüchten. Noch sei allerdings nichts entschieden.

Finanzvorstand James Jeong hatte Investoren im Januar mitgeteilt, LG könne nur knapp 90 Prozent seiner Aufträge abwickeln. Dies würde sich wahrscheinlich in den kommenden Monaten nicht ändern. LG und Samsung bemühen sich zurzeit um die Genehmigung, neue Fabriken in China bauen zu dürfen, um sich den boomenden Markt dort zunutze zu machen.

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