Marktgerücht: Foxconn plant 8.5G-Werk für Flachbildschirme in Brasilien

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Seit Längerem kursierende Gerüchte, wonach die Foxconn-Gruppe plant, eine Panelfabrik in Brasilien zu errichten, haben sich verdichtet. Neuesten Marktspekulationen zufolge hat das CMI-nahe Unternehmen aus Taiwan eine Fertigungsstrecke im Sinn, die Glassubstrat der Generation 8,5 verarbeiten kann. Wie die Digitimes berichtet, soll dafür Produktionstechnologie von Sharp verwendet werden.

Marktgerücht: Foxconn plant 8.5G-Werk für Flachbildschirme in Brasilien(Logo: Foxconn/Hon Hai)

Ebenso gut könnte es möglich sein, dass Foxconn bestehende Produktionsanlagen von Sharp oder Chimei Innolux (CMI) kauft, so zumindest ist die Lesart von Brancheninsidern. Da das Unternehmen nicht über Erfahrung in der 8,5G-Fertigung besitzt, wird erwartet, dass CMI-Chef Hsing-chien Tuan mit der Durchführung der Investitionsprojekte in Brasilien beauftragt wird.

Der Kernpunkt früherer Gerüchte, CMI plane eine seiner 5G- oder 7,5G-Anlagen nach Brasilien zu verlagern, wurde entkräftet, weil bei Regierungsbehörden noch kein entsprechender Antrag der Firma eingereicht worden sei, so die Experten.

Aufgrund der Tragweite des Vorhabens halten sie es für unwahrscheinlich, dass Foxconns Investitionspläne in Brasilien noch 2012 abgeschlossen sein werden. Neben den Marktbedingungen muss die Steuersituation geklärt, das technologische Know-how erworben und Kapital beschafft werden.

Fortgeschrittene Industrialisierung, politische Stabilität, eine starke Zollunion – Gründe für eine Investition in Brasilien gibt es hinreichend. Womöglich zieht Foxconn mit Fußball-WM 2014 und der Olympiade 2016 auch sportliche Großereignisse ins Kalkül, die den (TV-)Panelabsatz vor Ort explodieren lassen könnten.

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