Milliarden-Investition: Apple sichert Panel-Nachschub für iPhone/iPad

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Displays für Smartphones und Tablet-PCs unterliegen starker Nachfrage und begrenzten Liefermöglichkeiten. Laut iSuppli sichert Apple den Nachschub an den hoch entwickelten LCD-Panels für iPad und iPhone mit 3,9 Milliarden US-Dollar. Mit LG Display, Sharp und Toshiba Mobile Display hat Apple kürzlich langfristige Lieferabkommen geschlossen. Inhalt: Apples Retina-Display, in dem IPS- und LTPS-Technologie miteinander verschmelzen.

Verhandlungsmacht: Apple sichert sich nicht nur Panels fürs iPad, sondern den Großteil der globalen IPS-Produktion. (Foto: Apple)

iPad und iPhone machten die Benutzeroberfläche in Gestalt von Display und Touchscreen zum zentralen Unterscheidungskriterium gegenüber der Konkurrenz. Der boomende Smartphone-Absatz und immer neue Tablet-Modelle jagen den Wettbewerb der OEM-Hersteller um High-End-Displays bis zehn Zoll auf den Höhepunkt der Fieberkurve. Darin liegt der Grund, warum Apple nach der 2010 getätigten Zwei-Milliarden-Investition weitere Cash-Reserven für die Nachschubsicherung aufwendet.

Während LG, Sharp und Toshiba die von den Kaliforniern zur Verfügung gestellten Mittel in die IPS- und LTPS-Herstellung investieren, sichert Apple sich den Anspruch auf einen Großteil des weltweiten Produktionsausstoßes, seinerzeit so geschehen beim Flash-Speicher für das iPhone. Das wiederum wirkt sich auf die Konkurrenz aus. Die Herausforderung liegt darin, die drängende Nachfrage auf Lieferanten mit Produktionskapazität und der nötigen Lizenz aufzuteilen. Nicht genug damit ist die Herstellungs-Ausbeute auch noch mager, ergo kann es bei Nachfragespitzen aus dem Smartphone-Lager leicht zu Engpässen kommen.

Die Hauptalternative zu IPS ist das ausschließlich von Samsung und LG für Android-Modelle hergestellte AMOLED-Display – da ist Angebotsmangel bereits vorprogrammiert. Die übrigen Smartphone-Hersteller sind zwischen Apple und Samsung gefangen und müssen sich auf andere Technologien konzentrieren, was in Sachen Produktdifferenzierung ein deutlicher Wettbewerbsvorteil für die Letztgenannten ist.

Apple ist in der Lage, die Lieferkette umzubauen, weil die Cash-Reserven des Unternehmens höher sind als bei jedem anderen Technologie-Konzern. Der Verkauf von hochwertigen Produkten mit hohen Gewinnspannen füllte die Kriegskasse die Kalifornier. Beispielsweise beträgt die Bruttomarge am iPhone 50 Prozent, bei Konkurrenzprodukten sind es zwischen 20 und 40 Prozent.

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