Nachfragetief im TV-Markt: Markenhersteller und OEM-Produzenten senken Absatzziele

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Die TV-Branche hat es nicht leicht: Wenige Wochen vor dem durch den Auftakt des neuen Bildungsjahres eingeleiteten Quartalshöhepunkt ist der Bedarf noch immer niedrig. So schleppend ist die Nachfrage, dass etliche Markenhersteller ihre Jahresverkaufsziele herabsetzten.

Brodelt es unter der Oberfläche? Angeblich will auch Weltmarktführer Samsung sein Absatzziel für das Gesamtjahr zusammenstreichen. (Foto: Samsung)

Brancheninsider befürchten schon, dass sich der Weltmarktabsatz auf 201 bis 210 Millionen verkaufte Geräte einpegelt; ursprünglich war man von etwa 220 Millionen ausgegangen. Der chinesische OEM-Riese TPV Technology, durch die Übernahme von Philips' TV-Geschäft zu Beginn des zweiten Quartals in den Medien präsent, kündigte ebenfalls ein korrigiertes Jahresziel an: 15 statt 18 Millionen Einheiten.

Anfang August sah Sony sich genötigt , die zuvor anvisierten 27 auf 22 Millionen TVs zu reduzieren. Marktgerüchten zufolge hat sich auch Weltmarktführer Samsung vom Kürzungsfieber anstecken lassen – die Südkoreaner gehen neuerdings von 40 statt 45 Millionen Geräten im Jahr 2011 aus. Obgleich aus dem Unternehmen noch nichts verlautete, bemängelt auch Samsungs direkter Rivale, der US-Hersteller Vizio , die Nachfragesituation.

Zinskrisen und zunehmende Arbeitslosigkeitsraten in den USA und Europa, so das Branchenportal Digitimes, haben die Absatzerwartungen bei den Premium-TVs zerstört, nur Einstiegsgeräte erfreuen sich ungetrübter Popularität. Neben TPV spüren auch andere OEMs wie Wistron die Krise – Großkunde Foxconn kürzt Bestellungen und setzt auf Wachstum im kleinen Maßstab.

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