OLED-Konkurrenz: Ende 2009 kommen die ersten FE-Displays

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Die OLED-Technologie soll in Zukunft starke Konkurrenz bekommen: Nachdem Field Emission Technologies (FET), an der Sony mit 37 Prozent den Hauptanteil hält, im nächsten Jahr Pioneer’s Plasmadisplay-Fabrik übernehmen will, möchte das Unternehmen seine ersten Field Emission Displays (FEDs) Ende 2009 auf den Markt bringen.

Sollte die Übernahme der Pioneer-Produktionsstätte klappen, plant FET im ersten Jahr 10.000 FE-Monitore herzustellen, vorwiegend für Industrie-Anwendungen. Ähnlich wie die von Canon und Toshiba vorangetriebene SED-Technologie, die zuletzt in Stocken geriet, arbeiten FEDs mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen.

Ein 19,2-Zoll-Prototyp eines FE-Displays mit 20.000:1 Kontrast (Bild: FET)

Obwohl die Displays vom Prinzip her auf der Technologie der guten alten Röhre basieren, werden sie um ein Vielfaches schmaler sein. Kann man den Angaben der Entwickler glauben, sollen die FE-Displays sogar dünner sein als aktuelle LCD- oder Plasma-TVs.

Anstelle der klobigen Bildröhre emittieren beim FED Millionen winziger Kohlenstoffröhrchen Elektronen, die eine Phosphorschicht zum Leuchten bringen. Eine separate Hintergrundbeleuchtung wird also wie bei der OLED-Technologie nicht benötigt. Das spart Platz und soll einen sehr guten Kontrast garantieren.

Wann die ersten FED-TVs erscheinen, bleibt indes unklar. Ein FET-Sprecher erklärte, dass man auf jeden Fall entsprechende Geräte mit großen Bilddiagonalen bauen wolle, aber nicht sofort. Dazu fehle die Erfahrung und es wäre zu kostspielig entsprechende Produktionsanlagen auf einen Schlag aufzubauen.

Zunächst will FET mit der Produktion von 17-Zoll-Displays 2009 beginnen. Zukünftig könne dann eine zweite Produktionslinie hinzukommen; dann sollen auch Größen von 40 bis 50 Zoll gefertigt werden. Welche Hersteller FED-Geräte anbieten werden, stet noch nicht fest.

Wahrscheinlich ist, dass Sony neben OLED auch aufs FED-Segment als Zukunftstechnologie setzen wird und entsprechende Geräte unter eigenem Namen auf den Markt bringt.

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