OLED-Lieferkette nicht von Erdbeben gefährdet / Notebookpanel-Preise unverändert

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Neben Ritek, dem weltgrößten Lieferanten von OLED-Displays aus Taiwan, spielen auch japanische Unternehmen eine wichtige Rolle in der OLED-Lieferkette. Die Hauptproduzenten von polymer-basierten OLED-Displays heißen Sumitomo Chemical und Showa Denko, während Idemitsu Kosan and Mitsui Chemicals auf Kleinmolekül-Technologie setzen. Die Herstellung von passiven Matrix-OLEDs (PMOLEDs) erfolgt durch TDK Micro Device, deshalb hat die Firma keinen Einfluss auf die Verfügbarkeit von AMOLEDs.

Im Bild: Die (Produktions-)Standorte von TDK in Japan. (Bilder: UDC, TDK)

Durch das verheerende Erdbeben in Japan wurde die Produktion bei Sumimoto nur in geringem Ausmaß gestört, stärker betroffen war der Betrieb bei Showa Denko. Laut Digitimes dürfte die einzige Folge sein, dass sich Lieferungen an Kunden verzögern. Idemitsu leidet unter Unterbrechungen durch Stromausfälle und Schwierigkeiten bezüglich des Transportwesens. Von Mitsui gibt es keine Negativmeldungen.

Weil die Branche vermehrt auf Kleinmolekül-Materialien setzt, kann die globale Lieferkette auch auf andere Bezugsquellen zurückgreifen, beispielsweise auf das US-Unternehmen UDC. Die Gesamteinschätzung lautet daher, dass die Verfügbarkeit von OLED-Materialien nicht durch die Katastrophe beeinträchtigt ist.

Auch bei den Notebook-Panels gibt es keine Gefährdung durch das Erdbeben. Ungeachtet dessen gehen Notebook-Anbieter bei ihren aktuellen Bestellungen mit Vorsicht zu Werke, um zu vermeiden, dass künftige Lieferungen erschwert oder verzögert werden. Markenanbieter gehen davon aus, dass der letzte Nachfrageschub zustande kam, weil viele neue Modelle eingeführt worden sind.

Die Preise für Notebook-Panels zwischen 13,1 und 15,6 Zoll bleiben voraussichtlich auf dem gleichen Level wie vor der Katastrophe. Weil die Lager reichlich gefüllt sind, haben auch große Bestellungen keinerlei Einfluss auf das Preisniveau gehabt. Das soll sich auch bis zum chinesischen Tag der Arbeit im Mai nicht ändern. Die Lagerumschlagzeit der Notebook-Anbieter liegt derzeit beim üblichen Turnus von ein bis zwei Monaten. Deshalb wird auch ein erhöhter Notebook-Absatz, ausgelöst von Massenlieferungen von Intels Sandy-Bridge-Technologie, die Preise für Notebook-Displays nicht in die Höhe treiben. Vielmehr werden die existierenden Lagerbestände abgebaut.

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