OLEDs lösen Stromproblem und ermöglichen rollbare Displays

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20 bzw. 25 Prozent (inkl. Displays und TVs) des globalen Stromverbrauchs gehen für Beleuchtung drauf. Flächendeckend eingesetzt, würde billigere, hocheffiziente Beleuchtung Hunderte von Gigawattstunden einsparen. Hier kommen OLEDs ins Spiel. Die flexiblen und hoch belastbaren Displays punkten unter anderem mit geringem Energieverbrauch, weshalb sie (neben LEDs) als Display- und Beleuchtungstechnologie des 21. Jahrhunderts angesehen werden.

Heute bereits in Smartphones á la LG Optimus Sol zu finden, werden OLED-Displays der Standard der Zukunft. (Bild: LG)

„OLEDs etablieren sich schon bald als Fixbestandteile der Leuchtmittelindustrie und sind bald auch in bezahlbaren TV-Geräten als Alternative zu Flüssigkristall verfügbar“, lautet die Prognose der Physiker Emil List (TU Graz) und Norbert Koch (Humboldt-Universität Berlin) in der Fachzeitschrift „Optic Express“.

Zuvor gilt es, zwei Grundprobleme anzupacken: Während der Lichtverlust von OLEDs im Labor auf 20 Prozent reduziert und damit auf das Effizienzniveau von Leuchtstoffröhren gesenkt werden kann, gelingt das bei der industriellen Fertigung noch nicht. Zudem ist die Materialstabilität, für Bereiche wie Smartphone-Displays ausreichend, auf anderen Gebieten noch verbesserungswürdig. „Wird hier eine Lösung gefunden, gibt das den Weg für aufrollbare OLED-Displays frei. Künftig wird man dann Bildschirme als eingerollte Poster mit nach Hause nehmen“, sagt List. (pte)

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