Ortus: Handy-Display mit Full-HD / Kleinpanels zunehmend mit hochwertiger Technologie

0
56

Der noch junge Hersteller Ortus Technology läutet mit einem neuen Full-HD-Display eine weitere Evolutionsstufe in der Miniaturisierung hochauflösender Bildschirme ein. Kurz nachdem es Samsung gelang, WQXGA-Auflösung auf zehn Zoll unterzubringen, präsentieren die Japaner ein 4,8-Zoll-Display, welches trotz seiner geringen Größe eine Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln bei 458 ppi unterstützt.

Detailreich: Ortus‘ 4,8-Zöller beherrscht Full-HD-Auflösung. (Bild: Ortus)

Grundlage für die beeindruckende Auflösung auf solch kleiner Fläche ist die selbst entwickelte HAST-Technologie ((Hyper-amorphous silicon TFT). Der neue Full-HD-Winzling vermag aber noch mehr zu leisten: So werden 3D-Inhalte dargestellt, die ohne eine 3D-Brille wahrgenommen werden können – im Prinzip vergleichbar mit dem 3D-Bildschirm des Nintendo 3DS, nur mit höherer maximaler Auflösung. Der NTSC-Farbraum wird zu 72 Prozent abgedeckt und die Betrachtungswinkel liegen bei 160 Grad.

Der Hersteller setzt bei der Neuentwicklung auf ein 3D-Konzept mit „Arisawa XPol“-Polfilter, welches das Bild für das rechte und das linke Auge gesondert aufbereitet. Während des 3D-Modus halbiert sich allerdings die vertikale Auflösung, sodass nur noch 1.920 mal 540 Pixel zur Verfügung stehen. Wann das 3D-Full-HD-Display Marktreife erlangen wird, steht bis dato noch nicht fest.

Laut Displaysearch sorgt die hohe Bandbreite der Anwendungen für kleine und mittlere Displays – Mobiltelefone, Digitalkameras, Navigationsgeräte, Ebook-Reader und Tablet-PCs –für hohe Wachstumsraten in diesem Bereich. Außerdem, so die Marktforscher, arbeiten die Hersteller an der Verbesserung von Blickwinkelstabilität und Stromaufnahme, indem sie moderne und hochwertigere Paneltechnologien implementieren.

Zwar haben die Marktforscher zuvorderst IPS- und FFS-Displays (Fringe Field-Switching) im Sinn, doch die Neuentwicklung von Ortus ist prinzipiell repräsentativ für die Bestrebungen der Hersteller. Beiden Display-Technologien prognostiziert Displaysearch einen Wachstumssprung von 240 Millionen Einheiten im Jahr 2010 auf 600 Millionen bis 2014.

Die Tatsache, dass Konsumenten in Smartphones eine erweiterte Funktionalität vorfinden, setze die Hersteller dahin gehend unter Druck, als dass sie gefordert seien, Displays mit höherer Auflösung und besserem Kontrastverhältnis sowie größeren Betrachtungswinkeln zu entwickeln bzw. anzubieten, so die Experten.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen