Panasonic sichert sich die Mehrheit an Sanyo

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Mit dem Erwerb eines 50-Prozent-Aktienanteils hat der japanische Elektronikkonzern Panasonic seine Mehrheitsbeteiligung am kleineren Mitbewerber Sanyo zementiert. Während des am 9. Dezember ausgelaufenen Übernahmeangebots wurden 3,28 Millionen Aktien sowie 1,83 Milliarden Vorzugsaktien Klasse A und 1,25 Milliarden Klasse-B-Papiere gezeichnet. Wie Panasonic in einer Pressemeldung mitteilte, entspricht das einem Anteil von 50,19 Prozent an Sanyo. Der Gegenwert für das Aktienpaket beträgt rund 405 Milliarden Yen (drei Milliarden Euro).

Firmenhauptsitz in Osaka (Bild: Panasonic)

Der Konzern war sich schon Ende 2008 mit den Sanyo-Großaktionären Goldman-Sachs, Daiwa Securities und der Sumitomo Mitsui Banking Corporation über die Anteilsübereignung einig geworden. Am 19. Dezember 2008 machten sie ihre Einigung auf eine Kapital- und Geschäftsallianz offiziell. Daher galt es als sehr unwahrscheinlich, dass die Übernahme noch im letzten Moment platzen könnte.

Durch die freundliche Übernahme rückt Panasonic seinem Rivalen Hitachi im Streben nach dem Titel umsatzgrößter Elektronikkonzern Japans gefährlich nahe. Das Unternehmen hat bereits in der Produktion von Plasma-Fernsehern eine weltweite Spitzenposition inne. Sanyo fertigt unter anderem TV-Projektoren, Camcorder und Batterien.

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