Panelhersteller: BOE will Sharps Platz in den Top fünf

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Südkorea, Taiwan, Japan – keiner der fünf größten Panelhersteller hat seinen Stammsitz in China. BOE Technology schickt sich an, das zu ändern und schwimmt dafür gegen den Strom. Während Samsung, LG, CMI, AUO und Sharp ein Überangebot durch Kapazitätssenkungen vermeiden wollen, weitet der chinesische Konzern seine Produktionskapazität massiv aus.

Will mit Macht an Sharp vorbei – der chinesische Panelhersteller BOE Technology. (Bild: BOE)

Ende September lief die Serienfertigung in der neuen 8.5G-Panelfabrik des derzeit sechstgrößten Panelherstellers an. Bis zu 90.000 Glassubstrate verarbeitet die jüngste Produktionseinheit des Unternehmens voraussichtlich im Monat, als jährlicher Output sind 13 Millionen Einheiten angepeilt.

Das und die bestehenden 4,5G-, 5G- und 6G-Fertigungsstrecken versetzen BOE in die Lage, Panel mit Bildschirmdiagonalen von 1,8 bis 55 Zoll zu schneiden. Damit will man Sharp von Platz fünf verdrängen. Prognosen zufolge könnte der Gesamtumsatz aller Produktionsstrecken 2011 zehn Milliarden Yuan (etwa 1,17 Milliarden Euro) überschreiten. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Plus von mehr als 20 Prozent, schreibt die Digitimes.

Laut Brancheninsidern hat BOE angeblich sogar ein zweites 8.5G-Werk in Planung. Der Zeitplan für deren Errichtung und Inbetriebnahme soll aber noch nicht stehen. Anders als sein chinesischer Verfolger trägt Sharp sich in naher Zukunft nicht mit Plänen zur Kapazitätserhöhung. Weil die Nachfrage nach großen Panels gering ist, konzentrieren sich die Japaner stattdessen auf kleine bis mittlere Displays.

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