Panelhersteller entwickeln AMOLED-Markt; Delta und AUO erhalten MOEA-Subventionen

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Dass AMOLED zur beliebtesten Bildschirmtechnik im Handybereich geworden ist, verursacht bereits jetzt Lieferengpässe. Panelhersteller aus Taiwan, Korea und Japan drängen auf den Markt und treiben dessen Entwicklung so emsig voran, dass schon 2011 wieder neue AMOLED-Lösungen erscheinen sollen. Dichtauf folgt China, das sowohl bei einer durchgängigen Lieferkette für OLED-Panels als auch im Forschungsbereich rege tätig ist.

Der Tablet-PC Samsung Galaxy Tab wird von Samsung Mobile Display hergestellt. (Bild: SMD)

2009 begann Samsung Mobile Display (SMD) als erster Konzern in seinem 4,5G-Werk mit der Herstellung von AMOLEDs in Massenfertigung. Die Südkoreaner machten damit nicht nur die Technologie populärer, sondern übernahmen gleichzeitig die Spitze. Voraussichtlich werden 2010 mehr als 90 Prozent aller Panels von SMD kommen. 2011 wird die AMOLED-Fertigung ins 5,5g-Werk verlagert. Freilich kann das Gesamtangebot nicht annähernd die Nachfrage befriedigen, da es insgesamt nur eine Handvoll AMOLED-Hersteller gibt.

Mit Hinblick auf steigende Anbieterzahl und wachsende Kapazität schätzt Digitimes Research, dass heuer 168 Millionen AMOLED-Panel verkauft werden. Der SMD-Anteil könnte auf 70 Prozent schrumpfen; die Koreaner halten wahrscheinlich 80 Prozent des Markts. Als aktivster taiwanischer AMOLED-Player wird AUO zwei 3,5G- und das 4,5G-Werk in Singapur auf die Technologie umstellen, in Zukunft könnte eine weitere 4G oder gar 6G-Fabrik folgen. Chimei Innolux (CMI) nutzt sein 3,5G-Werk, und Wintek zeigt ebenfalls Interesse an der Umstellung seiner 3G-Produktionslinie auf LTPS und AMOLED.

Das taiwanische Wirtschaftsministerium (MOEA) hat zwei heimischen Displayherstellern Subventionen in Höhe von 600 Millionen NT-Dollar (14,9 Millionen Euro) genehmigt. Die Gelder kommen Delta Electronics für ein LED-Projekt und AU Optronics für sein AMOLED-Vorhaben zugute und entsprechen etwa 45 Prozent der Forschungsausgaben jedes der Unternehmen.

Delta Electronics fasst den Bereich räumliches Sehen ohne 3D-Brille ins Auge. Der Konzern arbeitet an einer 3D-Display-Technologie, die mehrere LED-Projektoren einsetzt, um ein hochauflösendes 3D-Bild zu erzeugen, das aus verschiedensten Betrachtungswinkeln einsehbar ist.

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