Panelhersteller in Taiwan und Japan fahren Auslastungsraten herunter

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Vor Kurzem haben Hersteller von Flatpanels in Taiwan und Japan begonnen, ihre Kapazitätsauslastung zu verringern. Wie die Digitimes berichtet, liegen die Quoten durchschnittlich bei 60 bis 70 Prozent. Manche Produktionsanlagen wurden sogar bis auf weniger als 50 Prozent ihrer Vollauslastung zurückgeschraubt. Ursache dafür sind die bislang verhaltene Nachfrage und die Tatsache, dass der Fachbildschirm-Vorrat bei Handel und Großanbietern noch zu groß ist.

Ziel mehr Marktanteil: Samsung und LG versuchen taiwanische Rivalen wie Chi Mei Innolux zu übertrumpfen. (Lgos: Samsung, LG, Chi Mei Innolux)

Berichten zufolge hat AU Optronics (AUO) seine Kapazitätsauslastung jüngst auf 75 Prozent verringert. Chi Mei Innolux (CMI) ist bereits bei einer Quote von 60 bis 65 Prozent angelangt. Sharp operiere in seinen Fertigungsstraßen im Durchschnitt zwar noch bei 70 Prozent, allerdings seien die Produktionsanlagen der zehnten Generation lediglich zur Hälfte ausgelastet.

Die Konkurrenz aus Korea versucht sich in dieser Situation einen Vorteil zu verschaffen und will den eigenen Marktanteil durch Nutzung von Kostenvorteilen ausbauen. Im Gegensatz zu ihren taiwanischen Rivalen sollen die 7- und 7,5G-Produktionsstätten von Samsung Electronics und LG Display aus Korea noch immer mit 90 Prozent laufen.

Laut Branchenkennern sei dies möglich, weil die Fabriken vollständig abgeschrieben sind. Indem sie diese Strategie verfolgen, wollen die koreanischen Hersteller offensichtlich den Punkt hinauszögern, an welchem Angebot und Nachfrage von Flachbildschirmen im Gleichgewicht sind. Den Quellen zufolge werden sich die Preise speziell von Groß-Panels unter den derzeitigen Umständen vor dem ersten Halbjahr 2011 nicht erholen.

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