Panelpreise steigen weiter / LCD-Absatzvolumen zieht nach April-Einbruch nach

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Die im Mai gestartete Aufwärtsbewegung der Preise für LCD-Panel im Großformat soll sich bis zum Juli fortsetzen, berichtet die Digitimes. Gut informierte Kreise aus der Branche gehen sogar davon aus, dass die Preiserholung während des gesamten dritten Quartals andauern könnte. Von diesem Trend würden dann auch die taiwanischen Panelhersteller AU Optronics (AUO) und Chimei Innolux (CMI) profitieren und in Quartal zwei und drei ihre Bruttospannen ausweiten bzw. die Rentabilität erhöhen.

Profitieren vom Aufwärtstrend der Panelpreise – AUO und CMI. (Bild/Logos: AUO, CMI)

Tritt die Vorhersage ein, könnte AUO im zweiten Quartal für Umsätze 110 Milliarden NT-Dollar (2,38 Milliarden Euro) gut sein, während CMI bis zu 140 Milliarden (3,34 Milliarden Euro) erlösen könnte. Steigt parallel zum Preisniveau für Großformat-Panel die Auslastungsrate in den Fertigungsstrecken der Panelriesen an, gehen die Branchenkenner davon aus, dass es neben der erhöhten Gewinnspanne eine Minimierung der Quartalsverluste geben wird.

Im ersten Quartal, als die durchschnittlichen Panelpreise bereits länger als ein Jahr im Sinkflug begriffen waren, hatte AUO eine negative Bruttomarge von 5,7 Prozent, während CMI 5,3 Prozent verzeichnete, ebenfalls mit einem Minus davor. Die Verluste der Unternehmen lagen jeweils in Höhe von 334,36 Millionen Euro. Die von der Digitimes zitierten Quellen gehen davon aus, dass diese Werte in beiden Fällen auf 119,41 Millionen Euro schrumpfen.

Wie der taiwanische Marktforscher WitsView feststellte, ist das Volumen der weltweit abgesetzten LCD-Monitore seit März um 13,3 Prozent gesunken. So sind die kombinierten Stückzahlen der zehn größten Global Player von 12,91 auf 11,19 Millionen geschrumpft. Mit einer Prognose von 11,21 Millionen Einheiten ist die Steigerung im Mai geringfügig. Erst im Juni (12,30 Millionen) soll es deutlich bergauf gehen.

Tendenziell ähnlich sieht es in den Top Ten der ODM-Hersteller aus, deren Volumen um 7,7 Prozent auf 13,23 Millionen sank. Die Auftragsfertiger erholten sich deutlicher im Mai, bleiben aber im Juni voraussichtlich knapp unterhalb der 14-Millionen-Marke.

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