EMEA: Monitor-Absatz mit starken regionalen Schwankungen

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Im ersten Quartal 2011 war der Monitormarkt in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika, oder, kurz gesagt: auf dem EMEA-Gebiet, ein Spiegel der wirtschaftlichen Situation in der jeweiligen Region. Zu diesem Ergebnis kommt das europäische Marktforschungsunternehmen Meko.

Jährliche und quartalsweise Entwicklung des Monitor-Absatzes im EMEA-Raum. (Grafik: Meko)

Während die MEA-Länder im jährlichen Vergleich durchschnittlich zehn Prozent mehr Monitore verkauften, ging es mit dem Absatz in Deutschland, größter Markt auf Länderebene, 13 Prozent bergab. Desaströse Ergebnisse derjenigen westeuropäischen Länder, deren Wirtschaft am Ärgsten unter der Eurokrise zu leiden hatte – Portugal schloss mit einem Negativ-Rekord von 54 Prozent –, drückten den Durchschnitt in Westeuropa auf minus 17 Prozent. Als Ursache sieht Meko gesunkene Nachfrage und geht davon aus, dass der Bedarf in der üblicherweise schwachen Sommersaison weiter abnimmt. Den Experten zufolge wird sich dieser Trend in den Preisgestaltungsstrategien widerspiegeln.

Obschon der Absatz im Mittleren Osten und Afrika zehn Prozent Zuwachs verzeichnete, sind die Auswirkungen der dortigen Unruhen in Ländern wie Ägypten bereits zu spüren. Im Gegensatz dazu geht es in Russland schon zum vierten Quartal in Folge bergauf. Trotz Absatzschwund auf 20 Prozent konnte Samsung sich als größter Anbieter im EMEA-Bereich behaupten. Fünf Prozent Schwund gehen unter anderem auf das Konto von HP, deren Anteil um zwei auf 13 Prozent anstieg.

Azhar Mohd-Hashim, als Meko-Analytiker verantwortlich für Desktop-Monitore, prognostiziert für Quartal zwei raue Bedingungen für die Monitor-Anbieter. Der Schlüsselfaktor sei die Endkundennachfrage, doch hier liege, zumindest derzeit, das Problem. Die Markteinführung neuer Modelle mit LED-Backlight könnte eine Lösung dafür sein.

Für eine Neuanschaffung spreche, dass die Anwender aufgrund der höheren Haltbarkeit von neuen TFTs diese über einen längeren Zeitraum nutzen würden als bisher. Ferner verfügten aktuelle LED-Flat-Screens über bessere Bildqualität und verbrauchten weniger Strom als herkömmliche Modelle. Diese und weitere Nutzeneffekte sind nötig, um Nutzer von den Vorteilen eines Upgrades zu überzeugen.

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