Panelpreise: TV weiter im Sinkflug, Monitore bleiben stabil

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Nach Displaysearchs neuesten Informationen zur Preisgestaltung auf dem Panelmarkt werden TV-Panels in der ersten Oktoberhälfte noch günstiger. Die immer noch zu hohen Lagerbestände lassen keine andere Entwicklung zu. Der Preisrückgang bei den LCD-Monitoren verlangsamt sich jedoch, weil die Hersteller ihre Finanzsituation wichtiger bewerten als den Marktanteil, schreibt die Digitimes.

Monitorknappheit sorgte für Preiserholung im B2B-Bereich. (Logo: Displaysearch, Foto: Samsung)

Der Preisverfall bei den LCD-TVs setzte sich im Oktober fort und machte auch nicht vor LED-Modellen halt; die Lagerhaltung bleibt nach wie vor ein ungelöstes Problem. Um sich Bestellungen zu sichern, bieten die Panelhersteller im Hinblick aufs Jahresendgeschäft strategische Kassageschäfte an, denn der Preisdruck im TV-Segment soll auch während des vierten Quartals bestehen bleiben, wenn auch nicht so ernsthaft.

Laut dem Branchendienst sind etliche LCD-Monitorpanels seit Monaten aus strategischen Überlegungen heraus günstig zu haben. Damit, und mit weitergehender Preiserosion, soll im Oktober Schluss sein: Die Panelhersteller priorisieren nicht Marktanteil, sondern Finanzen, daher kontrollieren sie die Produktion stärker, anstatt Panels zu den Herstellungskosten zu verkaufen. Im kommerziellen Sektor beliebte Modelle mit Bildschirmgrößen von 17 und 19 Zoll sind mittlerweile schwer zu bekommen. Aufgrund solcher Lieferengpässe, die auf die Nachfrage im B2B-Bereich stimulieren wirkten, haben die Panelpreise die Talsohle überwunden.

Bestellungen von Notebook-Anbietern haben das Preisniveau ebenfalls stabilisiert. Zudem muss berücksichtigt werden, dass Standardgrößen bereits unterhalb des Kostenlevels verkauft werden. Mit Ausnahme von Sondervereinbarungen soll auch hier der Preisrückgang bald zu Ende sein. Im Hinblick auf Oktober haben die Panelhersteller bereits klargemacht, dass es keine weiteren Preissenkungen geben wird. Eher wollen sie die Produktion zurückfahren, als Zugeständnisse machen. So wie bestimmte Notebookmarken, deren Lager dringend geleert werden müssen, bringen auch die großen Notebookanbieter ihre Inventare auf Vordermann. Das sollte ebenfalls dazu beitragen, die Preise im Oktober zu stabilisieren.

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